47 Comments
  • piti
    Dezember 3, 2019

    Hallo Tommy.
    Ich möchte deine Frage so beabtworten, wenn ich darf.
    Als unser auferstandener Herr den Emanusjüngern erschien, legte Er das AT in seiner Fülle aus.
    Was Er sagte ist nicht überliefert. Denn das wäre der Schlüssel für das NT.
    Die Geheimnisse Gottes gibt es nur zur rechten Zeit. Doch alles, was wir erforschen können, ist nur Stückwerk, aus gutem Grund.
    Friede pit

  • Manfred
    Dezember 3, 2019

    26.03.2020
    Guten Abend Thommy,

    die Frage ist, ob man damit auch gleich unsterblich wird. Denn am Anfang der 1.000 Jahre betrifft das nur diejenigen die zu Christus gehören. Über diese hat der 2.te Tod keine Gewalt mehr. Das wird ja in Thessalonicher auch gesagt, dass diejenigen verwandelt werden, die Christus in den Wolken entgegen gehen. Das sind ja nicht alle Menschen. Somit könnte ich mir vorstellen, dass die anderen Menschen nicht verwandelt werden.

    Es wäre aber auch möglich, dass alle ohne Ausnahme nach der Auferstehung wie Engel sein werden und auch alle anderen Menschen verwandelt werden, aber dennoch nicht alle ab da ewig leben. Denn auch die Dämonen sind ja im gleichen Körper wie die Engel und werden irgendwann nicht mehr da sein. Also da sind für mich im Moment beide Varianten im Bereich des Möglichen.

    Wenn es aber darum geht, man muss im Himmel sein um so einen Körper zu haben wie Engel, das glaube ich nicht. Das gibt dieser Text auch nicht her. Es ging ja ums heiraten und da würde man sein wie die Engel im Himmel. Bezieht man es nur darauf, hat Jesus nichts anderes gesagt als:

    Wenn die Toten auferstehen, werden sie nicht mehr heiraten. Punkt.

    Das wäre somit die dritte Variante, dass es hier nicht um den geistigen Leib der Engel geht, sondern um die Tatsache das Engel nicht heiraten und demnach auch keiner der Auferstandenen mehr. Was meinst Du?

    Liebe Grüße Manfred

  • Tommy
    Dezember 3, 2019

    Guten Tag Manfred,
    guten Tag Salomo1,
    traegt das zu Eurer Diskussion bei?:
    Matthäus 22:29-32 : Jesus erwiderte: „Ihr irrt euch, weil ihr weder die Schrift noch die Kraft Gottes kennt. 30 Denn wenn die Toten auferstehen, heiraten sie nicht mehr, sondern werden wie die Engel im Himmel sein. 31 Was aber die Auferstehung der Toten überhaupt betrifft: Habt ihr nicht gelesen, was Gott euch sagt: 32 ‚Ich bin der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs‘? Das heißt doch: Er ist nicht ein Gott von Toten, sondern von Lebenden!“
    Von welchen Auferstandenen redete Jesus? Ich denke von allen!?!?! Sie werden wie die Engel im Himmel sein. Ich bitte um Erklaerung.
    Tommy

  • Manfred an Salomo1
    Dezember 3, 2019

    22.03.2020
    Hallo Salomo1,

    Du schreibst: „Zu der Zeit, in die Johannes zeitversetzt wird, sind also bereits alle 144.000 auferweckt und sind Könige und Priester. Und deshalb wird dieser wichtige Teil des nun herrschenden Königreiches durch die 24 Ältesten im Himmel repräsentiert. Sie sind dort, wo auch das Lamm ist (Off 14:4).
    Und damit haben wir eine Stelle, die zeigt, dass die 144.000 (auch) im Himmel sein werden.“ – Zitat Ende.

    1.Das die 24 Ältesten im Himmel die 144.000 sind, ist reine Spekulation, die darauf beruht das Du spekulierst, dass dies ein Schauspiel in der Zukunft ist, dass im Rückblick dargestellt wird. Also eine Spekulation baut auf einer anderen Spekulation auf.

    2.Nein wir haben keine Bibelstelle, die zeigt dass die 144.000 (auch) im Himmel sind. Wir haben eine Bibelstelle, die zeigt, dass die 24 Ältesten im Himmel sind. Genau genommen ist das sogar der Beweis für das Gegenteil, denn wenn die 144.000 eine buchstäbliche Zahl sind, dann zeigt es dass mindestens 143.976 der 144.000 nicht im Himmel sind. Ist es eine symbolische Zahl wie ich glaube, dann sind es sogar noch weit aus mehr, die nicht im Himmel sind.

    Und was Deine Sicht zur Hochzeit betrifft, kann ich mir nicht vorstellen, dass die Braut an den Feierlichkeiten nicht teilnimmt, sondern nur der Bräutigam mit den Jungfrauen feiert. Buchstäblich wird die Braut mit Sicherheit was dagegen haben und sinnbildlich geht es um ein Gleichnis und dazu hat Jesus folgendes gesagt:

    „Und er redete vieles in Gleichnissen zu ihnen und sprach: Siehe, der Sämann ging aus zu säen;“
    ‭‭Matthäus‬ ‭13:3‬ ‭ELB71‬‬

    „Und die Jünger traten herzu und sprachen zu ihm: Warum redest du in Gleichnissen zu ihnen? Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Weil euch gegeben ist, die Geheimnisse des Reiches der Himmel zu wissen, jenen aber ist es nicht gegeben; denn wer da hat, dem wird gegeben werden, und er wird Überfluß haben; wer aber nicht hat, von dem wird selbst, was er hat, genommen werden.“
    „Darum rede ich in Gleichnissen zu ihnen, weil sie sehend nicht sehen und hörend nicht hören, noch verstehen; und es wird an ihnen die Weissagung Jesaias’ erfüllt, welche sagt: „Mit Gehör werdet ihr hören und doch nicht verstehen, und sehend werdet ihr sehen und doch nicht wahrnehmen; denn das Herz dieses Volkes ist dick geworden, und mit den Ohren haben sie schwer gehört, und ihre Augen haben sie geschlossen, damit sie nicht etwa mit den Augen sehen und mit den Ohren hören und mit dem Herzen verstehen und sich bekehren, und ich sie heile.“ Glückselig aber eure Augen, daß sie sehen, und eure Ohren, daß sie hören; denn wahrlich, ich sage euch: Viele Propheten und Gerechte haben begehrt zu sehen, was ihr anschauet, und haben es nicht gesehen; und zu hören, was ihr höret, und haben es nicht gehört.“
    ‭‭Matthäus‬ ‭13:10-17‬ ‭ELB71‬‬

    Die Gleichnisse enthalten die Geheimnisses des Himmelreiches und daher sind Details schon wichtig, wenn man hinter das Geheimnis kommen möchte. Wenn einem das Geheimnis egal ist und man nur versucht seine Ansichten bestätigt zu finden, dann muss man es damit nicht so genau nehmen.

    Das was die Bibel schreibt ist logisch, diese Logik vermisse ich in Deinen Antworten. Ich sehe immer nur unbewiesene Behauptungen die keine biblische Grundlage haben. Ist übrigens genauso wie es in den Zeitschriften gehandhabt wird. Deshalb verstehe ich Deine Argumentation. Du hast viele Jahre diese Indoktrination genoßen und Dich noch nicht davon gelöst. Aber das ist nich mehr mein Ding.

    Liebe Grüße Manfred

  • Salomo1
    Dezember 3, 2019

    Hallo Manfred,

    in der Offenbarung muss man die Zeit der Gegenwart, von der Zeit der aufgeführten Szenen unterscheiden. Die Gegenwart ist am Tag des Herrn, nachdem Jesus gekommen ist (Luk 17:22-30). In diese zukünftige Gegenwart wird Johannes zeitversetzt. An diesem zukünftigen Tag wird dann ein Schauspiel aufgeführt.

    In der Offenbarung stehen in der zukünftigen Gegenwart die Engel ringsherum und schauen sich das Schauspiel an. In der Mitte sehen wir Jehova auf dem Thron, Jesus als Lamm, die 4 Geschöpfe repräsentieren alle Cherube im Himmel, die 7 Feuerlampen den heiligen Geist und die 24 Ältesten repräsentieren die 144.000. Die Buchrolle enthält das Schauspiel, das dann in einzelnen Szenen aufgeführt wird.

    In dem Schauspiel geht es um die Zeit des Endes, die nun im Rückblick dargestellt wird. Die Ältesten betrachten Harmagedon im Rückblick (Off 11:18). Sie wissen, woher die große Volksmenge kommt, weil sie das selbst gesehen haben (Off 7:13,14). Sie befinden sich schon jenseits von Harmagedon. Zu dieser Zeit preisen auch alle Geschöpfe auf der Erde Jehova, was erst nach Harmagedon der Fall sein wird (Off 5:13).

    Zu der Zeit, in die Johannes zeitversetzt wird, sind also bereits alle 144.000 auferweckt und sind Könige und Priester. Und deshalb wird dieser wichtige Teil des nun herrschenden Königreiches durch die 24 Ältesten im Himmel repräsentiert. Sie sind dort, wo auch das Lamm ist (Off 14:4).
    Und damit haben wir eine Stelle, die zeigt, dass die 144.000 (auch) im Himmel sein werden.

    Und was die Übersetzung betrifft, wo die Braut mit dem Bräutigam kommt, sie ist nur in dem angeführten Buch von George Howard, Hebrew Gospel of Matthew. Es handelt sich dabei um ein überliefertes hebräisches Matthäusevangelium, das wohl auf das originale hebräische Evangelium des Matthäus zurückgeht. Howard hat es auf Englisch übersetzt.
    Wahrscheinlich hat Matthäus die Braut beim Übersetzen ins Griechische weggelassen.

    Was die Jungfrauen betrifft sind manche Übersetzungen da etwas irreführend, wenn sie davon sprechen, dass sie zur Hochzeit hineingehen. Andere übersetzen mit Hochzeitsfest oder Hochzeitsmahl. Wenn das Fest stattfindet, hat die Vermählung bereits stattgefunden. Die Eheschließung geschah durch das Zahlen des Brautpreises an den Vater und die öffentliche Heimführung der Braut. Mit oder ohne Fest galten sie danach als verheiratet.
    Bräute warten nicht am Straßenrand auf ihren Bräutigam, sondern Zuhause bei ihrem Vater. Wenn der Bräutigam kommt, hat er die Braut dabei. Am Straßenrand warten Bewohner des Heimatsdorfes, um ihnen mit Lampen den Weg nach Hause zu leuchten. Es wäre nicht ungewöhnlich, wenn sie sich dem Hochzeitszug dann anschließen und alle zum Hochzeitfest hineingehen.
    Auch heute noch sind junge Frauen besonders an Hochzeiten interessiert und wollen einen Blick auf das Brautpaar werfen. Jungfrauen gehörten deshalb typischerweise zu denen, die dem Brautpaar den Weg erhellen. Die anderen Gäste werden in diesem Gleichnis nicht direkt erwähnt, weil es hier um unterschiedliche Verhaltensweise von an sich gleichen Personen geht. Das hätte das Gleichnis überladen und vom Kernpunkt abgelenkt. Das Geschrei um Mitternacht zeigt aber, dass noch mehr Leute auf den Bräutigam warteten. Und in einem anderen Gleichnis sind auch noch andere Gäste anwesend (Mat 22). Im Übrigen glaube ich, dass Jesus mit den Gleichnissen aus Mat 24 und 25 lediglich die richtigen Einstellungen und Verhaltensweisen vermitteln wollte und dass man da nicht zu viel in die Details hineininterpretieren sollte: „Habe ich genügend geistiges Öl, um beim Kommen Jesu noch zu leuchten?“ oder „Bin ich ein treuer und verständiger Verwalter, der die mir von Gott gegebenen Talente zum Nutzen der Gemeinde einsetzt?“ (1. Pe 4:10).

  • Manfred an Salomo1
    Dezember 3, 2019

    13.03.20
    Hallo Salomo1,

    Du schreibst: „dein Problem ist, dass du die 24 Ältesten nicht als Repräsentanten die 144.000 erkennst. Es sind die 12 Apostel und 12 andere (Frauen?), die nun auf ihren Thronen vor Gott sitzen (Mat 19:28; 1.Joh 3:2).“
    – Zitat Ende.

    Und wo genau zeigen die von Dir angeführten Texte, dass es sich bei den Aposteln um einen Teil der 24 Ältesten handelt? Hier mal ausgeschrieben:

    Mat. 19:28; Elb:
    28 Jesus aber sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Ihr, die ihr mir nachgefolgt seid, auch ihr werdet in der Wiedergeburt, wenn der Sohn des Menschen auf seinem Thron der Herrlichkeit sitzen wird, auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten.

    1.Joh.3:2; Elb:
    2 Geliebte, jetzt sind wir Kinder Gottes, und es ist noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden; wir wissen, dass wir, wenn es offenbar werden wird, ihm gleich sein werden, denn wir werden ihn sehen, wie er ist.

    Das die Kinder Gottes genauso sein werden wie Jesus, habe ich nie bestritten, im Gegenteil. Das die 12 Apostel auf Thronen sitzen werden habe ich auch nicht bestritten. Aber wo genau steht jetzt, dass die 12 Apostel einen Teil der 24 Ältesten bilden? Da alle 144.000 (egal ob buchstäblich oder symbolische Zahl) Könige sind, werden sie wohl alle auf Thronen sitzen. Somit gibt es mindestens 144.000 Throne und auf 12 davon sitzen die Apostel. Wo ist das Problem?

    Schau mal was in Offenbarung 7 (Elb) steht:

    1 Nach diesem sah ich vier Engel auf den vier Ecken der Erde stehen; die hielten die vier Winde der Erde fest, damit kein Wind wehe auf der Erde noch auf dem Meer noch über irgendeinen Baum. 2 Und ich sah einen anderen Engel von Sonnenaufgang heraufsteigen, der das Siegel des lebendigen Gottes hatte; und er rief mit lauter Stimme den vier Engeln zu, denen gegeben worden war, der Erde und dem Meer Schaden zuzufügen, 3 und sagte: Schadet nicht der Erde noch dem Meer noch den Bäumen, bis wir die Knechte unseres Gottes an ihren Stirnen versiegelt haben.

    10 Und sie rufen mit lauter Stimme und sagen: Das Heil unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm! 11 Und alle Engel standen rings um den Thron und die Ältesten und die vier lebendigen Wesen, und sie fielen vor dem Thron auf ihre Angesichter und beteten Gott an

    Diese Begebenheit findet eindeutig vor dem Kommen von Jesus statt und somit vor der Auferstehung beim Schall der 7.ten Posaune, denn offensichtlich sind zu diesem Zeitpunkt noch nicht alle versiegelt. Wenn also die Apostel noch gar nicht auferstanden sind, wie können Sie dann zu den Ältesten im Himmel gehören??

    —–

    Was die Braut betrifft, so muss ich Dir sagen, dass ich diese Übersetzung nicht kenne die Du angeführt hast. Wenn Du allerdings eine buchstäbliche Hochzeit als Vergleich heranziehst, dann sage mir bitte ob Du jemals von einer Hochzeit gehört hast, zu der nur jungfräuliche Männer und Frauen eingeladen worden sind? In der Regel sind dort Verwandte und Freunde und bereits verheiratet Menschen und somit keine Jungfrauen mehr. Im Idealfall ist nur die Braut und der Bräutigam jungfräulich. Ich hatte Dir vorher schon diesen Bibeltext genannt und ich tue es wieder:

    Off. 14:4; Elb:
    4 Diese sind es, die sich mit Frauen nicht befleckt haben, denn sie sind jungfräulich; diese sind es, die dem Lamm folgen, wohin es auch geht. Diese sind aus den Menschen als Erstlingsfrucht für Gott und das Lamm erkauft worden.

    Was allerdings noch viel verwunderlicher ist, dass es in dem Gleichnis der 10 Jungfrauen keine Braut gibt. Lies Dir mal Mat. 25 im Zusammenhang durch. Die Jungfrauen warten auf den Bräutigam, der kommt nimmt nur die 5 klugen Jungfrauen mit rein und danach wird die Tür geschlossen. Wo ist die Braut??? Ist das die Braut die sich nicht traut und daher erst gar nicht erscheint? Wie sollen denn die 5 klugen Jungfrauen der Hochzeit beiwohnen, wenn sie gar nicht stattfindet, außer die 5 klugen Jungfrauen sind die Braut.

    Du wirfst mir vor: „Solange du die prophetischen Vorbilder nicht beachtest, wirst du meine Ansicht mit den zwei Gruppen nicht teilen können. Außerdem würden dann die Zeugen Jehovas in diesem Punkt Recht haben, was ja auf keinen Fall sein darf. Und es kann nicht sein was nicht sein darf.“ – Zitat Ende.

    Was soll ich dazu sagen, dass Du das was offensichtlich geschrieben ist ignorierst und dafür zu Spekulationen greifst, die nicht im Worte Gottes geschrieben sind? Wie geistig schwebender Berg Zion? War das nicht genau das was Du nicht machen wolltest – spekulieren?

    Du fängst immer neue Themen an, ohne mal das eine abzuhaken wo geschrieben steht, dass die Gerechten im Himmel leben werden. Den Text bist Du mir immer noch schuldig und ich weiß Du wirst ihn mir schuldig bleiben, weil es diesen nicht gibt.

    Und was die Zeugen Jehovas betrifft. Ich gebe Ihnen sehr wohl Recht wo sie Recht haben. Nach meiner Auffassung ist der Name Gottes tatsächlich Jehova, was ich natürlich nicht beweisen kann, aber es mir schlüssig erscheint. Ich gebe Ihnen ebenfalls Recht, dass sie die Heuschrecken aus Joel und der Offenbarung sind und Ihr Herr somit Abbadon bzw. Apollyon ist. Auch wenn sie das erste jetzt leugnen, so haben sie es Jahrzehnte so gelehrt und ich glaube dass sie damit Recht haben.

    Zum Schluss schreibst Du:1. „Das Urteil, was wahre und was falsche Christen sind, überlasse ich dem Herrn Jesus.“

    und 2. „Da kommt es wohl weniger auf die Lehre, als auf das praktische Handeln an.“ – Zitat Ende.

    Zu 1 kann ich Dir nur beipflichten, dass ist eine sehr gute Entscheidung.
    Zu 2 allerdings steht es in der Bibel anders geschrieben, einen Text hatte ich Dir dazu schon genannt, zitiere ich nochmal:

    Mal. 3:16; Elb:
    16 Da redeten die miteinander, die den HERRN fürchteten, und der HERR merkte auf und hörte. Und ein Buch der Erinnerung wurde vor ihm geschrieben für die, die den HERRN fürchten und seinen Namen achten.

    Gal. 3:11; Elb:
    11 Dass aber durch Gesetz niemand vor Gott gerechtfertigt wird, ist offenbar, denn „der Gerechte wird aus Glauben leben“.

    Hab. 2:4; Elb:
    4 Siehe, die verdiente Strafe für den, der nicht aufrichtig ist! Der Gerechte aber wird durch seinen Glauben leben.

    Wie Du siehst, werden die Gerechten zufolge Ihres Glaubens leben und der HERR achtet darauf wie man sich miteinander unterredet und ihn fürchtet und seinen Namen achtet. So steht es geschrieben. Du wirst jetzt sagen, Halt mal da gibt es einen Text, da steht das Gegenteil. Stimmt, nämlich diesen hier:

    Jak. 2:20-26; Elb:
    20 Willst du aber erkennen, du eitler Mensch, dass der Glaube ohne die Werke nutzlos ist? 21 Ist nicht Abraham, unser Vater, aus Werken gerechtfertigt worden, da er Isaak, seinen Sohn, auf den Opferaltar legte? 22 Du siehst, dass der Glaube mit seinen Werken zusammenwirkte und der Glaube aus den Werken vollendet wurde. 23 Und die Schrift wurde erfüllt, welche sagt: „Abraham aber glaubte Gott, und es wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet“, und er wurde „Freund Gottes“ genannt. 24 Ihr seht also, dass ein Mensch aus Werken gerechtfertigt wird und nicht aus Glauben allein. 25 Ist aber nicht ebenso auch Rahab, die Hure, aus Werken gerechtfertigt worden, da sie die Boten aufnahm und auf einem anderen Weg hinausließ? 26 Denn wie der Leib ohne Geist tot ist, so ist auch der Glaube ohne Werke tot.

    Abraham glaubte daran, dass Gott seinen Verheißung immer noch wahr machen kann, auch wenn er seinen Sohn opfern würde. Es würde einen Weg geben, den er sich nur nicht vorstellen konnte. Aber er glaubte daran, so stark, dass er es tatsächlich durchgezogen hätte. Dieser Glaube wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet. Denn in Wirklichkeit hat er dieses Werk das er hätte tun sollen, gar nicht getan. Er wurde davon abgehalten und dennoch wurde er Freund Gottes genannt.

    Wer wirklich glaubt, der wird auch seinem Glauben gemäß handeln und das sind dann die Werke. Man muss aber nicht fortwährend irgendetwas tun um seinen Glauben immer und immer wieder zu beweisen. Hat Abraham ja auch nicht gemacht. Wenn man zum Beispiel erkannt hat, dass die eigene Religionsgemeinschaft nicht die Wahrheit lehrt und man Glauben an Gottes Wort hat, dann wird man sich früher oder später von dieser Gemeinschaft trennen.

    Weil man glaubt dass es nicht die Wahrheit ist, tut man das Werk dass man sich trennt. Das wars dann. Dann handelt man gemäß seinem Glauben. Hauptsächlich dreht sich dieser Glauben auch um den Sohn Gottes, denn das ist der Haupteckstein, den die meisten Bauleute verworfen haben. Solange Christus noch nicht gekommen ist, muss man glauben das er tatsächlich kommt. Wenn er aber zu Beginn der 1.000 Jahre da ist, braucht man nicht mehr an ihn zu glauben, dann hat man Gewissheit. Aus diesem Grunde werden die Menschen am Ende der 1.000 Jahre nicht mehr nach Glauben gerechtgesprochen, sondern nach ihren Werken:

    Off. 20:13; Elb:
    13 Und das Meer gab die Toten, die in ihm waren, und der Tod und der Hades gaben die Toten, die in ihnen waren, und sie wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken.

    So jetzt habe ich wieder lange geschrieben und ich denke, dass es auch keinen Sinn hat weiter zu diskutieren.

    Ich wünsche Dir noch einen schönen Tag.

    Liebe Grüße Manfred

  • Salomo1
    Dezember 3, 2019

    Hallo Manfred,

    dein Problem ist, dass du die 24 Ältesten nicht als Repräsentanten die 144.000 erkennst. Es sind die 12 Apostel und 12 andere (Frauen?), die nun auf ihren Thronen vor Gott sitzen (Mat 19:28; 1.Joh 3:2). Johannes sieht sie am Tag des Herrn, also nachdem Jesus gekommen ist. Johannes wird in die Zeit nach Harmagedon zeitversetzt, wo dann ein Schauspiel aufgeführt wird, das die Geschichte der Endzeit im Rückblick zeigt.

    Des Weiteren beachtest du die prophetischen Vorbilder aus dem AT nicht, wo es auch zwei Gruppen im Bund gab. Und es gab 24 Priesterabteilungen mit 24 Vorstehern. Die Offenbarung lässt sich nur unter Beachtung des Alten Testaments richtig auslegen.

    Auch beharrst du darauf, dass die Überlebenden unbedingt an einer Auferstehung teilhaben müssen, damit der zweite Tod keine Gewalt über sie hat. Die Überlebenden gehören nicht zu den Toten, die bis zum Ende der 1000 Jahre warten müssen, weil sie gar nicht tot sind, weder buchstäblich, noch geistig.
    Sie haben ihre Kleider gewaschen und können deshalb sofort in die Stadt zu den Bäumen des Lebens gehen und ewig leben (Off 22:14; 1Mo 3:22). Die 144.000 haben ewiges Leben, weil sie an der ersten Auferstehung teilhaben, die überlebende große Volksmenge hat ewiges Leben, weil sie zu den Bäumen des Lebens gehen darf. Sie können von den Früchten essen, die Nationen außerhalb bekommen nur die Blätter.

    Auch beachtest du den historischen Kontext nicht.
    In biblischen Zeiten holte der Bräutigam die Braut bei ihrem Vater ab und bezahlte den Brautpreis. Dann führte er seine Braut in einem Festzug öffentlich nach Hause, wo dann das Hochzeitsfest stattfand. Die Menschen, die den Weg säumten, nahmen an dem Festzug lebhaft Anteil. Vor allem Jungfrauen mit Lampen schlossen sich dem Festzug an. Im hebräischen Matthäusevangelium von Schemtow gehen dementsprechend die Jungfrauen aus, um den Bräutigam UND die Braut zu treffen.
    Matthäus schrieb sein Evangelium ursprünglich in Hebräisch. Schemtow ibn Schaprut hat das hebräische Evangelium, in seiner Streitschrift gegen die Christen, nicht aus den damaligen griechischen oder lateinischen Manuskripten rückübersetzt, sondern hat auf eine vorhandene Abschrift der hebräischen Originalversion zurückgegriffen, die auch von Christen als authentisch akzeptiert wurde. (siehe „Hebrew Gospel of Matthew“ von George Howard.)
    Die 5 Jungfrauen sind deshalb keine Bräute, sondern Gäste.

    Und natürlich kommen Jesus und die 144.00 sichtbar auf die Erde herab. Sie werden sich verkörpern, um beim Hochzeitsfest Wein mit den Gästen zu trinken (Mat 26:29; Luk 22:18). Dieses Fest wird durch das Laubhüttenfest vorgeschattet. Die andern beiden Feste schatten Jesus und die 144.000 vor. Auch die Überlebenden von Harmagedon werden erst einmal in Laubhütten wohnen, weil in Harmagedon alle Gebäude zerstört werden.

    Solange du die prophetischen Vorbilder nicht beachtest, wirst du meine Ansicht mit den zwei Gruppen nicht teilen können. Außerdem würden dann die Zeugen Jehovas in diesem Punkt Recht haben, was ja auf keinen Fall sein darf. Und es kann nicht sein was nicht sein darf.

    Das Urteil, was wahre und was falsche Christen sind, überlasse ich dem Herrn Jesus. Da kommt es wohl weniger auf die Lehre, als auf das praktische Handeln an.

  • Manfred an Salomo1
    Dezember 3, 2019

    12.03.20
    Hallo Salomo1,

    ich fange mal von hinten an, Du schreibst:

    Wenn ich mich auf einen irdischen Platz setze und Jesus ruft mich in den Himmel, wo ist das Problem?
    – Zitat Ende.

    Da bin ich mit Dir absolut einer Meinung. Darum geht es mir aber nicht. Das ganze hat einen viel tieferen Sinn.
    Warum glauben die Zeugen, dass die kath. Kirche eine falsche Religion ist?

    Weil die lehren, dass alle guten Menschen in den Himmel kommen und alle Bösen in die Hölle. Denn das ist nicht biblisch und daher falsch. Aber weißt Du wo die kath. Kirche Recht hat? Für sie gibt es nur die Guten und die Bösen, die Gerechten und die Ungerechten. Obwohl sie in diesem Punkt Bibelkonform sind, werden sie trotzdem von den Zeugen als falsche Religion bezeichnet.

    Wenn es somit ausreicht um als falsche Religion bezeichnet zu werden, dass man nicht die richtige Sicht in Bezug auf Himmel und Hölle hat, wie sieht es dann um die aus, die behaupten 144.000 Menschen kommen in den Himmel, die große Volksmenge muss auf der Erde noch 1.000 Jahre um ihr Leben bibbern und alle anderen Menschen, die keine Zeugen sind, werden vernichtet.

    Verstehst Du was ich meine? Wenn beide Lehren falsch sind dann haben beide nicht die Wahrheit.

    1.Himmel und Hölle = falsche Religion
    2.Himmel 144.000 – Erde große Volksmenge und Vernichtung aller anderen Menschen = auch falsche Religion???

    Wenn beide Lehren nicht biblisch belegbar sind, dann sind das Spekulationen, die weder Hand noch Fuß haben, sondern einfach nur falsch sind.

    Du bist nicht der Erste gewesen, mit dem ich darüber diskutiert habe. Es waren einige vor Dir und das ganze zieht sich mittlerweile über 8 bis 9 Jahre oder noch länger hin. Weißt Du in der ganzen langen Zeit mit unterschiedlichen Personen hat mir kein einziger einen Bibeltext nennen können, dass tatsächlich jemand in den Himmel kommen wird, wenn man Jesus mal ausklammert. Was zeigt mir das?

    Es zeigt, dass es meistens aus den persönlichen Wünschen heraus so interpretiert wird. Wir haben doch nur die Bibel um unseren Glauben zu festigen. Entweder steht etwas so geschrieben oder eben nicht. Wenn es nicht so geschrieben steht, dann kann man doch nicht einfach so tun als stünde es so da. Das in der ganzen Zeit niemand in der Lage war einen Bibeltext zu zitieren, wo steht, dass die Gerechten oder die 144.000 im Himmel leben, ist doch beachtenswert oder nicht. Das die Gerechten auf der Erde leben werden, steht eindeutig in Ps. 37:29.

    Es geht also gar nicht nur darum wo wir zukünftig leben, sondern ob das wahr ist. Und was aus meiner Sicht noch viel schlimmer ist, ist dass dann auch Christus nicht mehr zur Erde zurück kehrt, denn er befindet sich ja im himmlischen Zion. Das heißt wenn man stur darauf beharrt, dass die 144.000 zukünftig vom Himmel aus regieren werden, dann hat das auch Auswirkungen darauf wo Christus sein wird. Denn die 144.000 sind da wo Christus ist.

    Gut, Du hast zumindest erkannt, dass sie obwohl sie im Himmel leben sollen, dennoch auf der Erde mal hin und wieder auftauchen. Das lehrt die LK ja nicht. Aber wo bitte schön steht das geschrieben?? Nirgends. Das sind alles Interpretationen um irgendwie die anderen Bibeltexte noch zusammen zu bringen. Das muss man aber gar nicht, wenn man einfach das glaubt was geschrieben steht:

    Heb. 1:6, Elb:
    6 Wenn er aber den Erstgeborenen wieder in den Erdkreis einführt, spricht er: „Und alle Engel Gottes sollen ihn anbeten!

    Apg. 1:11; Elb:
    11 die auch sprachen: Männer von Galiläa, was steht ihr und seht hinauf zum Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg in den Himmel aufgenommen worden ist, wird so kommen, wie ihr ihn habt hingehen sehen in den Himmel.

    Offensichtlich gibt es einen Zeitpunkt an dem Christus wieder in den Erdkreis eingeführt wird und dann wird man ihn vom Himmel herabkommen sehen. Da steht aber nichts dabei, dass dies fortwährend immer wieder geschieht.
    Es gibt soviele Bibeltexte, die davon sprechen dass Christus vom Himmel herabkommt, dass die Braut Christi aus dem Himmel herabkommt (Ende der Entrückung), dass der Tempel Gottes vom Himmel herabkommt usw. usw. Wo ist das Problem dabei, dass einfach so zu akzeptieren, statt alle Texte so auszulegen, dass dies nicht geschieht. Macht das irgendeinen Sinn?? Am Ende wird es genauso kommen, wie Gott es wünscht, unabhängig davon was Du und ich glauben.

    —–

    Nun zu dem Teil Deiner Antwort über den buchstäblichen Berg Zion und das himmlische Jerusalem. Ich zitiere Dich:

    wenn der Berg Zion buchstäblich wäre, dann müsste der ziemlich groß werden, denn die Länge der Mauer des neuen Jerusalems beträgt ja 12.000 Stadien, das sind 2200 Kilometer. 1100 Kilometer von Jerusalem, da kommt man bis nach Istanbul oder bis zur westlichen und südlichen Grenze von Ägypten und auf der anderen Seite bis zum Osten des Irak. Und die Höhe der Stadt würde weit in den Weltraum hineinreichen.
    Deshalb gehe ich von einem geistigen Gebilde aus, dessen Maße 12.000 und 144 darauf hinweisen, dass es die Stadt der 144.000 ist, welche die Braut Christi sind.
    – Zitat Ende.

    Du schreibst doch selber das richtige. Wenn die Stadt ein geistiges Gebilde ist, dann ist sie ja gar nicht so groß wie es wäre wenn man das buchstäblich sehen würde. Ich hatte früher auch mal geglaubt, dass es sich um eine buchstäbliche Stadt handelt, aber im Grunde genommen ist das die Braut Christi, denn diese bildet das himmlische Jerusalem, dass auf dem buchstäblichen Berg Zion steht. Da sind wir uns sogar einig.

    In der Bibel werden sehr viele Vergleiche gebraucht, die buchstäblich gesehen keinen Sinn machen. Zum Beispiel die Braut Christi. Sind das dann nur Frauen, die dazu gehören? Was ist mit den Aposteln? Auch im Gleichnis von den 10 Jungfrauen geht es nur um Frauen, was ist mit den Männern? Babylon die Große wird hingegen als Hure bezeichnet.
    Also was soll uns das sagen? Was sagt die Bibel über die 144.000 = Braut Christi:

    Off. 14:4; Elb:
    4 Diese sind es, die sich mit Frauen nicht befleckt haben, denn sie sind jungfräulich; diese sind es, die dem Lamm folgen, wohin es auch geht. Diese sind aus den Menschen als Erstlingsfrucht für Gott und das Lamm erkauft worden.

    Buchstäblich gesehen, wären alle Männer fein raus. Aber so kann es nicht gemeint sein. Es geht vielmehr darum, dass die Hure Babylon sich mit jemandem anderen eingelassen hat, als mit Gott. Sie ist vom wahren Glauben abgefallen und hat sich noch anderen Göttern = Götzen zugewandt. Die 144.000, die auch von den 5 treuen Jungfrauen vorgeschattet werden, haben sich nicht mit anderen Götzen befleckt oder mit der Hure Babylon, die sich mit anderen Götzen beschäftig. Daher sind sie jungfräulich, was eben auch auf die Männer, wie z.Bsp. die Apostel zutrifft.

    Wenn man unter diesem Aspekt die 5 klugen Jungfrauen sieht, dann sind sie nicht die Gäste bei der Hochzeit, sondern die Teilnehmer, weil sie die symbolische Braut Christi bilden, die aus Männern und Frauen besteht. Alle anderen, die nicht dazu gehören, müssen draußen bleiben:

    Off. 21:27; Elb:
    27 Und alles Unreine wird nicht in sie hineinkommen, noch derjenige, der Gräuel und Lüge tut, sondern nur die, welche geschrieben sind im Buch des Lebens des Lammes.

    Damit schließt sich der Kreis. Es können nur die in die Stadt oder bilden die Stadt, die im Buch des Lebens stehen, womit nur die gemeint sind, die an der 1.ten Auferstehung teilhaben. Alle anderen stehen noch nicht drin. Somit können die 5 klugen Jungfrauen nur an der 1.ten Auferstehung teilhaben, sonst könnten sie gar nicht mitfeiern, weil sie aber mitfeiern dürfen, müssen sie zu den 144.000 oder der Braut Christi gehören und im Buch des Lebens stehen.

    Es braucht also keine zwei gerechten Gruppen von Menschen. Es gibt Gerechte und Ungerechte, entweder gehört man zur ersten, dann 1.te Auferstehung oder man gehört zur zweiten, dann hat man die Möglichkeit auf die 2.te Auferstehung.

    So, jetzt habe ich wieder etwas lang geschrieben.

    Liebe Grüße Manfred

  • Salomo1
    Dezember 3, 2019

    Danke für eure Genesungswünsche.

    Hallo Manfred,

    wenn der Berg Zion buchstäblich wäre, dann müsste der ziemlich groß werden, denn die Länge der Mauer des neuen Jerusalems beträgt ja 12.000 Stadien, das sind 2200 Kilometer. 1100 Kilometer von Jerusalem, da kommt man bis nach Istanbul oder bis zur westlichen und südlichen Grenze von Ägypten und auf der anderen Seite bis zum Osten des Irak. Und die Höhe der Stadt würde weit in den Weltraum hineinreichen.
    Deshalb gehe ich von einem geistigen Gebilde aus, dessen Maße 12.000 und 144 darauf hinweisen, dass es die Stadt der 144.000 ist, welche die Braut Christi sind. Neben den 144.000, die in Off 16 auf dem Berg Zion stehen gibt es aber noch eine weitere Ernte guter Menschen. Und neben den 144.000 wird in Offenbarung 7 noch eine große Volksmenge geschildert.
    Und was sind das für Menschen zu denen das Neue Jerusalem, die geschmückte Braut herabkommt? Und wer ist zum Hochzeitsfest vom Brautpaar eingeladen?
    Und wieso sollte es beim neuen Bund nicht genauso wie beim alten Bund zwei Klassen geben, die Erstlinge für den Priesterdienst und der Rest erbt das Land. Der alte Bund hat so viel prophetische Hinweise, die sich durch den neuen Bund erfüllen, warum sollte gerade der Aspekt der zwei Klassen keine Erfüllung haben.

    Es gibt also viele Indizien, für eine zweite Gruppe, die nicht zu der Braut gehört, aber dennoch überlebt und auch zum neuen Bund gehört. Ich hatte da ja noch einiges weiter unten erwähnt. Selbst wenn die große Volksmenge in Wirklichkeit mit den 144.000 identisch wäre, bleiben dennoch die Menschen, zu denen das neuen Jerusalem herabkommt als zweite Gruppe übrig. Harmonischer ist es aber für mich, die große Volksmenge als eine zweite gerechte Gruppe zu interpretieren, die neben der Braut überlebt. Das ergibt für mich ein stimmigeres Gesamtbild.

    Deine Theorie hat zwar eine gewisse Plausibilität und würde gewisse Dinge erklären, aber sie klemmt mir doch zu sehr und passt nicht so gut zu den ganzen Indizien für eine zweite gerechte Gruppe, neben der Gruppe der Könige und Priester.
    Wo du allerdings Recht hast, ist, dass Jesus und die 144.000 während der 1000 Jahre in menschlicher Gestalt erscheinen werden. Doch wie Jesus, während den 40 Tage nach seiner Auferstehung, werden sie auch zeitweise unsichtbar bleiben.

    Ich denke wir haben zu diesem Thema genug Argumente ausgetauscht. Ich halte das auch nicht für so heilsrelevant. Wenn Jesus kommt, wird klarwerden, welchen Platz er für uns vorgesehen hat. Die einen werden hinaufrücken und die anderen werden runter gesetzt werden, aber alle werden dabei sein (siehe Luk 14:8-11). Wenn ich mich auf einen irdischen Platz setze und Jesus ruft mich in den Himmel, wo ist das Problem?

    Ich habe deine Auslegung des Gleichnisses vom Weinberg gelesen und fand das interessant und würde mich jetzt gerne damit beschäftigen.

  • Tommy
    Dezember 3, 2019

    Kein Problem Manfred,
    ich habe eigentlich auch mich gemeint mit ausladenden Kommentaren. Hatte einst bei Bruderinfo-Aktuell mal zu einem Thema ca. 30 Din A Seiten mit Bibelstellen gepostet und bekam dafür eine Rüge. Habs dann auch gleich eingesehen. Du legst ja bei Kommentaren auch noch aus und dabei gehen mehr Buchstaben drauf. Man will ja auch erklären.
    Alles Prima.
    Und auch von mir an Salomos Vater alles Gute und Kraft für Salomo1
    Tommy

  • Manfred an Thommy
    Dezember 3, 2019

    04.03.2020
    Lieber Thommy,

    Du schriebst: Nur ein paar Stellen. Koennte hier dieSpeicherkapazitaet und die Geduld von Lesern ueberfordern……

    Schuldig im Sinne der Anklage. Es tut mir leid, ich habe Deine Antwort erst gesehen, nachdem ich meine geschrieben hatte.
    Ich versuche halt immer ausführlich zu schreiben, damit man das nicht missversteht. Wenn meine Kommentare zu lang sind,
    dann könnt ihr diese ja übergehen.

    Das Thema an sich ist spannend, denn es wird ersichtlich, welche großartige Hoffnung die große Volksmenge wirklich hat.
    Sie gehören zur Braut des Lammes und das wird ja nicht weniger schlecht, nur weil man auf der Erde leben wird. Christus kommt ja auch zur Erde zurück. Da wo Christus ist, da sollten wir auch sein.

    Liebe Grüße Manfred

  • Manfred an Salomo1
    Dezember 3, 2019

    04.03.2020
    Hallo Salomo1,

    ich wünsche Deinem Vater unbekannterweise gute Besserung. Anscheinend sind wir beide in einem Alter wo man sich um die Eltern kümmern muss. Ich habe das allerdings schon hinter mir, bin aber froh, dass es die Auferstehungshoffnung gibt. Also nimm Dir Zeit mit Deiner Antwort. Hier kommt schon mal meine:

    Grundsätzlich habe ich mit gewissen Interpretationen überhaupt kein Problem. Denn die Bibel lässt einem manchmal keine Wahl. Wenn von den Schafen Jesu die Rede ist, sind ja auch keine buchstäblichen Schafe gemeint, sondern Menschen die sich zu ihm bekennen und möchten das er ihr Hirte ist. Doch leider wird diese Interpretationsmöglichkeit auch dazu genutzt falsche Lehren zu stützen, obwohl sie so nicht wahr sein können. Siehe mein Beispiel aus der vorherigen Antwort.

    Du hattest ja geschrieben, ich zitiere das nochmal: „Die große Volksmenge sind auf jeden Fall die gerechten Überlebenden. Man kann sie in Off 20:4-6 hineininterpretieren oder auch nicht. Ich mache das nicht, weil die Bibel deutliche Hinweise auf eine irdische Gruppe gibt, die als Menschen auf der Erde weiterleben. – Zitat Ende.

    Du wolltest die große Volksmenge nicht in die Off. 20:4-6 hineininterpretieren, obwohl Du gleichzeitig gesagt hast, dass es auf jeden Fall die Gerechten Überlebenden sind, die widerrum zur Zeit des wilden Tieres in der Endzeit am Leben sind.

    Und wenn Du diesen Masstab an der großen Volksmenge anlegst, dann bitte auch an der Hoffnung von einem Leben im Himmel. Bitte einfach mit dem gleichen Masstab messen. Mehr möchte ich gar nicht. Ich füge jetzt mal zu Deiner Antwort von eben, die entsprechenden Bibelstellen ausgeschrieben hinzu, die für Dich auf ein himmlisches Leben schließen lassen. Dann wird sich zeigen ob das eine zulässige Interpretation war oder nicht.

    1. Zion und Jerusalem können als Synonyme verwendet werden. So wie sich das irdische Jerusalem auf dem irdischen Berg Zion befand, befindet sich das himmlische Jerusalem auf dem himmlischen Berg Zion. Dieser Berg ist über den Gipfeln der irdischen Berge (Jes 2:2).

    Jes.2:2,3 Elb. im Kontext
    2 Und es wird geschehen am Ende der Tage, da wird der Berg des Hauses des HERRN fest stehen als Haupt der Berge und erhaben sein über die Hügel; und alle Nationen werden zu ihm strömen. 3 Und viele Völker werden hingehen und sagen: Kommt, lasst uns hinaufziehen zum Berg des HERRN, zum Haus des Gottes Jakobs, dass er uns aufgrund seiner Wege belehre und wir auf seinen Pfaden gehen! Denn von Zion wird Weisung ausgehen und das Wort des HERRN von Jerusalem.

    Frage:
    a)Wo steht, dass das himmlische Jerusalem auf dem himmlischen Berg Zion steht?
    b)Wie können die irdischen Nationen zum Berg hinaufziehen, wenn er doch im Himmel ist?

    2. (Hebräer 12:22-23) Sondern ihr habt euch einem Berg, Zion, genaht und einer Stadt [des] lebendigen Gottes, [dem] himmlischen Jerusalem, und Myriaden von Engeln, 23 in [der] allgemeinen Versammlung, und der Versammlung der Erstgeborenen, die in den Himmeln eingetragen worden sind,…

    Hier hast Du den Text selber eingefügt, aber es steht nichts von einem himmlischen Berg Zion dort, nur von einem himmlischen Jerusalem (a) und Myriaden von Engeln (b). Dazu hänge ich mal 2 Texte an, die sich genau darauf beziehen:

    a) Off. 21:2 Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, aus dem Himmel von Gott herabkommen, bereitet wie eine für ihren Mann geschmückte Braut.

    Offensichtlich kommt das himmlische Jerusalem aus dem Himmel herab und es handelt sich um die Braut und der weitere Verlauf zeigt, dass es die Frau des Lammes ist (Vers9). Es sind also die Brüder Christi und was steht in Off. 14:1?

    1 Und ich sah: Und siehe, das Lamm stand auf dem Berg Zion und mit ihm 144 000, die seinen Namen und den Namen seines Vaters an ihren Stirnen geschrieben trugen.

    Wenn das himmlische Jerusalem die Braut Christi ist und vom Himmel herabkommt und dann auf dem Berg Zion steht, dann ist das himmlische Jerusalem offensichtlich auf dem irdischen Berg Zion.

    b)Mat. 25: 31 Wenn aber der Sohn des Menschen kommen wird in seiner Herrlichkeit und alle Engel mit ihm, dann wird er auf seinem Thron der Herrlichkeit sitzen;

    Wenn Christus wieder zur Erde KOMMEN wird, dann auch ALLE seine Engel.

    Und zu dem Textteil: der Erstgeborenen, die in den Himmeln eingetragen worden sind

    Wenn diese Erstgeborenen im Himmel im Buch des Lebens eingetragen worden sind, ja dann ist das Buch tatsächlich im Himmel. Das heißt aber nicht, dass die Erstgeborenen im Himmel sein müssen. Es stehen nur ihre Namen im himmlischen Buch.

    3.Zu Deinen Texten über den geistigen Leib, da bin ich doch der gleichen Meinung. Die Menschen die an der 1.ten Auferstehung teilnehmen werden, erhalten alle einen neuen geistigen Leib, aber mit diesem können sie trotzdem auf der Erde leben. Hat Jesus nach seiner Auferstehung ja bewiesen. Er war für alle Menschen sichtbar und zwar in menschlicher Gestalt und hatte trotzdem wieder seinen vorherigen himmlischen Leib. Nur weil man einen himmlischen Leib hat, muss man nicht zwangsläufig zukünftig im Himmel wohnen. Woher wissen wird das? Steht auch in der Bibel:

    Off. 21: 1 Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen, und das Meer ist nicht mehr.

    Offensichtlich ändert sich einiges, wenn die 1.000 Jahre beginnen. So wie es heute war, wird es dann nicht mehr sein. Auch im Himmel gibt es Veränderungen, evt. deshalb weil auch alle Engel mit Christus kommen werden. Der letzte im jetzigen Himmel macht das Licht aus.

    4. Die 144000 befinden sich zunächst im geistigen Himmel, wo die Hochzeit vor Gott stattfindet. Aber dann kommt das himmlische Jerusalem aus dem Himmel herab und damit kommt auch der geistige Berg Zion herab und schwebt über den Gipfeln der Berge im Erd-Himmel und bildet eine Art Zelt über der großen Volksmenge:

    Wo steht ohne spekulieren oder interpretieren zu müssen, dass es einen GEISTIGEN Berg Zion gibt und dieser über den Gipfeln der (ERD)Berge schwebt? So was kannst Du nicht aus der Bibel haben, denn da habe ich es noch nie gelesen. Die Literatur der Organisation ist da nicht hilfreich, denn sie behaupten einfach etwas ohne es biblisch belegen zu können. Das sind reine zusammenfantasierte Spekulationen und Interpretationen.

    Doch Du wolltest nicht interpretieren. Bitte lege hier den gleichen Masstab an.

    5. Auffällig sind die Parallelen „Zelt“ und „Tränen abwischen“.
    Ich gehe davon aus, dass es neben dem himmlischen Tempel-Teil, in dem sich die 144000 als Geistwesen befinden, auch noch einen irdischen Teil Jerusalems geben wird, wo die menschlichen Überlebenden mit den sich materialisierenden 144000 zusammentreffen werden. Diejenigen, die ihre Gewänder gewaschen haben, können nämlich in das neue Jerusalem zu den Bäumen des Lebens (welche die 144000 darstellen) hineingehen und dort (Palm-)Blätter abpflücken (Off 22:14; Hes 41:17-18). Dort wird wohl auch das Hochzeitsfest stattfinden (Luk 12:35-40).

    Oder es ist einfach so, wie es in der Bibel steht, dass das himmlische Jerusalem (Braut Christi) vom Himmel herabkommt und dann auf dem „irdischen“ Berg Zion steht. Denn wie soll die Braut vom Himmel herabkommen und dann dennoch auf dem himmlischen Berg Zion stehen. Dann wäre die Braut ja unten und der Berg oben. Das macht absolut keinen Sinn. Und nur wenn der Berg auf der Erde gemeint ist, könnten auch die Nationen zum Berg Zion hinaufziehen, was ja für den „himmlischen Berg Zion“ gar nicht möglich wäre.

    6. (Offenbarung 19:1) Nach diesen Dingen hörte ich etwas, was wie eine laute Stimme einer [ersten] großen (Volks-)Menge im Himmel war. Sie sprachen: „Preiset Jah! .
    (Offenbarung 19:5-9) Auch ging eine Stimme vom Thron aus, die sprach: „Preiset unseren Gott, ihr alle seine Sklaven, die ihn fürchten, die Kleinen und die Großen.“ 6 Und ich hörte etwas, was wie eine Stimme einer [zweiten] großen Volksmenge war und wie ein Rauschen vieler Wasser und wie ein Geräusch schwerer Donner. Sie sprachen: „Preiset Jah, denn Jehova, unser Gott, der Allmächtige, hat als König zu regieren begonnen. 7 Freuen wir uns und frohlocken wir, und verherrlichen wir ihn, denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und seine Frau hat sich bereit gemacht. 8 Ja, es ist ihr gewährt worden, in hellglänzende, reine, feine Leinwand gehüllt zu werden, denn die feine Leinwand stellt die gerechten Taten der Heiligen dar.“ 9 Und er sagt zu mir: „Schreibe: Glücklich sind diejenigen, die zum Abendessen der Hochzeit des Lammes eingeladen sind.“.

    Wow, hier hast Du schon wieder zwei Wörter in die Offenbarung eingefügt. Nämlich [ersten] und [zweiten]. Das steht so nicht in der Bibel. Im Vers 1 steht:

    1 Nach diesem hörte ich etwas wie eine laute Stimme einer großen Volksmenge im Himmel,

    Es hörte sich wie eine laute Stimme einer großen Volksmenge an, genauso wie im Vers 6. Es muss aber keine sein, es hört sich nur so an. Zum Beispiel kann sich ein Sylvester Böller wie ein starker Donner anhören, tatsächlich ist es aber kein Donner, sondern ein Sylvester Böller, der sich nur so an hört.

    Aus diesem Text nun eine ERSTE und ZWEITE große Volksmenge zu machen, ist ganz schön weit hergeholt. Das kann man eigentlich nur machen, wenn man Worte aus diesem Vers streicht, dann würde das so aussehen:

    1 Nach diesem hörte ich eine laute Stimme einer großen Volksmenge im Himmel,

    Ich habe die Worte: „etwas wie“ gestrichen. Nur dann würde es sich um eine große Volksmenge handeln, doch in der Offenbarung steht eine eindeutige Warnung:

    Off.22: 18 Ich bezeuge jedem, der die Worte der Weissagung dieses Buches hört: Wenn jemand etwas zu diesen Dingen hinzufügt, so wird Gott ihm die Plagen hinzufügen, die in diesem Buch geschrieben sind; 19 und wenn jemand etwas von den Worten des Buches dieser Weissagung wegnimmt, so wird Gott seinen Teil wegnehmen von dem Baum des Lebens und aus der heiligen Stadt, von denen in diesem Buch geschrieben ist.

    Nichts hinzufügen und nichts weglassen. Es wird schon seinen Grund haben, warum das da steht. Vielleicht weil man sonst den Sinn des Wortes Gottes verändern würde.

    7. Ich sehe übrigens bei vielen Prophezeiungen eine Doppelt-Erfüllung. Bei manchen ist es eine primäre an den 144000 Erstgeborenen und eine sekundäre an dem Rest des geistigen Israels. Die 144000 erhalten himmlische Vollkommenheit und werden himmlische Könige, der Rest erhält irdische Vollkommenheit und wird zu irdischen Fürsten. Beide werden also verwandelt, die einen in das irdische Bild Jesu, die anderen in das himmlische Bild. Auch die irdischen Überlebenden können sich mit dem materialisierten Jesus im neuen Jerusalem treffen und so mit ihm zusammen sein.

    Ich sehe nur eine Gruppe Gerechter Menschen, die an der 1.ten Auferstehung teilhaben und mit einem neuen geistigen Leib auferweckt oder verwandelt wurden und genauso auf der Erde leben wie die eine Gruppe Ungerechter Menschen, die diese Möglichkeit am Ende der 1.000 Jahre haben und dort durch eine 2.te Auferstehung zum ewigen Leben kommen können. Danach sind wieder alle gleich. Denn die Menschen, die selbst nach 1.000 jähriger Herrschaft durch den Sohn Gottes immer noch nicht friedvoll leben wollen, werden dann im Feuersee sein.

    Off. 20: 15 Und wenn jemand nicht geschrieben gefunden wurde in dem Buch des Lebens, so wurde er in den Feuersee geworfen.

    Du hast nicht einen einzigen Bibeltext erwähnt, der tatsächlich von einem dauerhaften Leben im Himmel spricht. Du hast selbst sehr viel hinein interpretiert und Zusätze zum Wort Gottes gemacht. Ich glaube hauptsächlich, weil Du die Lehren der Organisation im Kopf hast. Angenommen wir wären nie Zeugen Jehovas gewesen, würden wir dann wirklich von einem geistig schwebenden Berg Zion sprechen? Ich denke nicht.

    Die Bibeltexte über den Berg Zion, die ich dir genannt habe, zeugen davon dass es sich hier tatsächlich um den irdischen Berg Zion handelt. Die Organisation hat eine zwei Klassen Gesellschaft geschaffen, vor denen sich die einfachen Zeugen fürchten, weil sie es sonst mit den „himmlischen Königen“ zu tun bekommen. Doch es gibt nur einen Herrn, eine Hoffnung, einen Glauben.

    Wenn Du wirklich auf der Suche nach der Wahrheit bist, dann solltest Du alle bisherigen Lehren der Organisation vergessen. Nur dann hast Du die Möglichkeit die Bibel zu verstehen. In den alten WT stand früher immer in der Einleitung so ähnlich:

    „Man kann die Bibel nur mit Hilfe des Wachtturm verstehen.“

    Ich würde diesen Text so umformulieren und da es sich nicht um die Bibel handelt, ist es auch erlaubt:

    „Man kann die Bibel nur ohne Hilfe des Wachtturm verstehen.“

    Es ist genau anders herum.

    Liebe Grüße Manfred

  • Tommy
    Dezember 3, 2019

    Wiederholte Einmischung:
    Jesaja 65:17-21 : Ja, vergessen sind die früheren Nöte, /sie sind meinen Augen entschwunden. Denn schon erschaffe ich einen neuen Himmel / und eine neue Erde. Man wird nicht mehr an das Frühere denken, / es kommt niemand mehr in den Sinn. (Offenbarung?)18Nein, ihr sollt euch ohne Ende freuen und jubeln /über das, was ich erschaffe. Denn ich mache aus Jerusalem Jubel / und aus seinen Einwohnern Freude.19Ich will über Jerusalem jubeln /und mich freuen über mein Volk. Nie mehr hört man dort lautes Weinen / und lautes Klagen.20Dort gibt es keinen Säugling mehr, /der nur wenige Tage lebt, und keinen Greis, / der nicht das volle Altererreicht;wer als Hundertjähriger stirbt, / gilt noch als jung, / und wer nicht hundert Jahre alt wird, / gilt als verflucht (Kein ewiges, irdisches Leben!).21Sie werden Häuser bauen /und selbst darin wohnen, / sie werden Reben pflanzen / und selbst ihre Früchte genießen.

    In Klammer mein Kommentar!

    Johannes 3:3-6+8 : Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, daß jemand von neuem (O. von oben her) geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? kann er etwa zum zweiten Male in den Leib seiner Mutter eingehen und geboren werden? Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, daß jemand aus Wasser und Geist geboren werde, so kann er nicht in das Reich Gottes eingehen Was aus dem Fleische geboren ist, ist Fleisch, und was aus dem Geiste geboren ist, ist Geist. (Johannes 1.13) (Römer 8.5-9)//Der Wind weht, wo er will, und du hörst sein Sausen, aber du weißt nicht, woher er kommt, und wohin er geht; also ist jeder, der aus dem Geiste geboren ist.

    Johannes 6:51+54+63 : Ich bin das lebendige Brot, das aus dem Himmel herniedergekommen ist; wenn jemand von diesem Brote ißt, (O. gegessen hat) so wird er leben in Ewigkeit. Das Brot aber, (Eig. Und das Brot aber) daß ich geben werde, ist mein Fleisch, welches ich geben werde für das Leben der Welt. Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, hat ewiges Leben, und ich werde ihn auferwecken am letzten Tage; Der Geist ist es, der lebendig macht; das Fleisch nützt nichts. Die Worte, welche ich zu euch geredet habe, sind Geist und sind Leben;

    Das Fleisch nützt nicts!?!?!?

    Römer 3:10-12 : Da ist kein Gerechter, auch nicht einer; da ist keiner, der verständig sei; da ist keiner, der Gott suche. Alle sind abgewichen, sie sind allesamt untauglich geworden; da ist keiner, der Gutes tue, (Eig. Güte übe) da ist auch nicht einer.“ (Ps. 14,1-3) Römer 7:18+25 : Denn ich weiß, daß in mir, das ist in meinem Fleische, nichts Gutes wohnt; (Eig. Gutes nicht wohnt) denn das Wollen ist bei mir vorhanden, aber das Vollbringen dessen, was recht ist, finde ich nicht.// Ich danke Gott durch Jesum Christum, unseren Herrn! Also nun diene ich selbst mit dem Sinne Gottes Gesetz, mit dem Fleische aber der Sünde Gesetz.

    1. Korinther 15:49+50 : Und wie wir das Bild dessen von Staub getragen haben, so werden wir auch das Bild des Himmlischen tragen. Dies aber sage ich, Brüder, daß Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht ererben können, auch die Verwesung nicht die Unverweslichkeit ererbt. Hiob 14:1-4? Hiob 14:14 ?

    1.Korinther 15:50-53 : Dies aber sage ich, Brüder, daß Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht ererben können, auch die Verwesung nicht die Unverweslichkeit ererbt. 51 Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden zwar nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden, (1. Thessalonicher 4.15-17) 52 in einem Nu, in einem Augenblick, bei der letzten Posaune; denn posaunen wird es, und die Toten werden auferweckt werden unverweslich, und wir werden verwandelt werden. (Matthäus 24.31) 53 Denn dieses Verwesliche muß Unverweslichkeit anziehen, und dieses Sterbliche Unsterblichkeit anziehen.

    Nicht ererben können!!!!

    Nur ein paar Stellen. Koennte hier dieSpeicherkapazitaet und die Geduld von Lesern ueberfordern……

    Tommy, der interessiert ist

  • Salomo1
    Dezember 3, 2019

    Hallo Manfred,

    ich habe im Moment leider wenig Zeit, weil ich mich um meinen kranken Vater kümmern muss. Aber ich verfolge das Thema weiter, nur nicht so schnell.

    „Kannst Du mir bitte für die himmlische Hoffnung genau so viele Texte nennen?“ (Manfred)

    Zion und Jerusalem können als Synonyme verwendet werden. So wie sich das irdische Jerusalem auf dem irdischen Berg Zion befand, befindet sich das himmlische Jerusalem auf dem himmlischen Berg Zion. Dieser Berg ist über den Gipfeln der irdischen Berge (Jes 2:2).
    (Hebräer 12:22-23) Sondern ihr habt euch einem Berg, Zion, genaht und einer Stadt [des] lebendigen Gottes, [dem] himmlischen Jerusalem, und Myriaden von Engeln, 23 in [der] allgemeinen Versammlung, und der Versammlung der Erstgeborenen, die in den Himmeln eingetragen worden sind,…

    Die 144000 erhalten wie Jesus einen geistigen Leib (Luk 16:9; Joh 14:3; Heb 9:8,24; 10:19-20).
    (1. Korinther 15:44-45) Es wird gesät ein physischer Leib, es wird auferweckt ein geistiger Leib. Wenn es einen physischen Leib gibt, so gibt es auch einen geistigen. 45 So steht auch geschrieben: „Der erste Mensch, Adam, wurde eine lebende Seele.“ Der letzte Adam wurde ein lebengebender Geist.
    (2. Korinther 5:1,4) Denn wir wissen, daß wir, wenn unser irdisches Haus, dieses Zelt, aufgelöst werden sollte, einen Bau von Gott haben werden, ein Haus, nicht mit Händen gemacht, ein ewiges in den Himmeln…. 4 In der Tat, wir, die wir in diesem Zelt sind, seufzen, da wir beschwert sind; denn wir wollen es nicht ablegen, sondern das andere anlegen, damit das Sterbliche vom Leben verschlungen werde.
    (1. Johannes 3:2) Geliebte, jetzt sind wir Kinder Gottes, aber noch ist nicht offenbar gemacht worden, was wir sein werden. Wir wissen, daß, wann immer er offenbar gemacht wird, wir ihm gleich sein werden, denn wir werden ihn so sehen, wie er ist.
    (2. Petrus 1:4) Durch diese Dinge hat er uns die kostbaren und überaus großen Verheißungen geschenkt, damit ihr durch diese Teilhaber an der göttlichen Natur werden mögt, indem ihr dem Verderben, das durch die Sinnenlust in der Welt ist, entronnen seid.

    Das waren jetzt 8 Stellen. Die 144000 sind Geistgeschöpfe, die sich auf der Erde materialisieren können. Aber sie sind keine Menschen mehr, sondern gehören zu den Himmelswesen, auch wenn sie sich im Bereich der Erde aufhalten. Dementsprechend erhalten sie ein neues Kleid, was einen neuen Körper symbolisiert (Off 6:11).
    Die Erde ist aber für die Menschen (1Mo 1:26; Ps 115:16). Deshalb bin ich überzeugt, dass es gerechte Überlebende geben wird, die Menschen bleiben und sofort in vollkommene Menschen verwandelt werden. Sie bekommen kein neues Kleid, sondern ihre Kleider werden lediglich gewaschen, was darauf hindeutet, dass sie Menschen bleiben (Off 7:14).

    Die 144000 befinden sich zunächst im geistigen Himmel, wo die Hochzeit vor Gott stattfindet. Aber dann kommt das himmlische Jerusalem aus dem Himmel herab und damit kommt auch der geistige Berg Zion herab und schwebt über den Gipfeln der Berge im Erd-Himmel und bildet eine Art Zelt über der großen Volksmenge:

    (Offenbarung 7:14-15) „Das sind die, die aus der großen Drangsal kommen, und sie haben ihre langen Gewänder gewaschen und sie im Blut des Lammes weiß gemacht. 15 Darum sind sie vor dem Thron Gottes; und Tag und Nacht bringen sie ihm in seinem Tempel heiligen Dienst dar; und der, der auf dem Thron sitzt, wird sein Zelt über sie ausbreiten. 16 Sie werden nicht mehr hungern und auch nicht mehr dürsten, noch wird die Sonne auf sie niederbrennen, noch irgendeine sengende Hitze, 17 weil das Lamm, das inmitten des Thrones ist, sie hüten und sie zu Wasserquellen des Lebens leiten wird. Und Gott wird jede Träne von ihren Augen abwischen.“

    (Offenbarung 21:2-4) Ich sah auch die heilige Stadt, das Neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitgemacht wie eine für ihren Mann geschmückte Braut. 3 Dann hörte ich eine laute Stimme vom Thron her sagen: „Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein. 4 Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen.“

    Auffällig sind die Parallelen „Zelt“ und „Tränen abwischen“.
    Ich gehe davon aus, dass es neben dem himmlischen Tempel-Teil, in dem sich die 144000 als Geistwesen befinden, auch noch einen irdischen Teil Jerusalems geben wird, wo die menschlichen Überlebenden mit den sich materialisierenden 144000 zusammentreffen werden. Diejenigen, die ihre Gewänder gewaschen haben, können nämlich in das neue Jerusalem zu den Bäumen des Lebens (welche die 144000 darstellen) hineingehen und dort (Palm-)Blätter abpflücken (Off 22:14; Hes 41:17-18). Dort wird wohl auch das Hochzeitsfest stattfinden (Luk 12:35-40).

    (Offenbarung 19:1) Nach diesen Dingen hörte ich etwas, was wie eine laute Stimme einer [ersten] großen (Volks-)Menge im Himmel war. Sie sprachen: „Preiset Jah! .
    (Offenbarung 19:5-9) Auch ging eine Stimme vom Thron aus, die sprach: „Preiset unseren Gott, ihr alle seine Sklaven, die ihn fürchten, die Kleinen und die Großen.“ 6 Und ich hörte etwas, was wie eine Stimme einer [zweiten] großen Volksmenge war und wie ein Rauschen vieler Wasser und wie ein Geräusch schwerer Donner. Sie sprachen: „Preiset Jah, denn Jehova, unser Gott, der Allmächtige, hat als König zu regieren begonnen. 7 Freuen wir uns und frohlocken wir, und verherrlichen wir ihn, denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und seine Frau hat sich bereit gemacht. 8 Ja, es ist ihr gewährt worden, in hellglänzende, reine, feine Leinwand gehüllt zu werden, denn die feine Leinwand stellt die gerechten Taten der Heiligen dar.“ 9 Und er sagt zu mir: „Schreibe: Glücklich sind diejenigen, die zum Abendessen der Hochzeit des Lammes eingeladen sind.“.

    Die erste Volksmenge ist im Himmel und preist Jah von sich aus. Die zweite große Volksmenge preist Jah erst nach Aufforderung. Sie freut sich, weil sie als Gast zum Hochzeitsfest eingeladen ist. Die Braut ist Gastgeber und kommt mit dem Bräutigam. Die Eingeladenen sind die Gäste oder die Brautjungfern (Mat 25:1-12).

    (Psalm 45:13-15) Des Königs Tochter ist ganz herrlich innerhalb [des Hauses]; Ihre Kleidung ist in Gold eingefaßt. 14 In gewirktem Gewand wird sie zum König gebracht werden. Die Jungfrauen in ihrem Gefolge als ihre Gefährtinnen werden zu dir hereingebracht. 15 Sie werden mit Freuden und Frohlocken gebracht werden; Sie werden einziehen in den Palast des Königs. 16 An Stelle deiner Vorväter werden deine Söhne sein, Die du zu Fürsten einsetzen wirst auf der ganzen Erde.

    Ich sehe übrigens bei vielen Prophezeiungen eine Doppelt-Erfüllung. Bei manchen ist es eine primäre an den 144000 Erstgeborenen und eine sekundäre an dem Rest des geistigen Israels. Die 144000 erhalten himmlische Vollkommenheit und werden himmlische Könige, der Rest erhält irdische Vollkommenheit und wird zu irdischen Fürsten. Beide werden also verwandelt, die einen in das irdische Bild Jesu, die anderen in das himmlische Bild. Auch die irdischen Überlebenden können sich mit dem materialisierten Jesus im neuen Jerusalem treffen und so mit ihm zusammen sein.

  • Manfred
    Dezember 3, 2019

    03.03.2020

    Hallo Salomo1,

    jetzt sind schon über 10 Tage vergangen und Du hast noch keinen Bibeltext gepostet. Ich würde mal sagen, Du kannst aufhören zu suchen, Du wirst wohl keinen mehr finden. Wir die wir bei den Zeugen Jehovas gewesen waren, wurden leider sehr viel mit Behauptungen abgespeist, die nie durch einen eindeutigen Bibeltext belegt worden sind.

    Die Organisation behauptet nur, dass es eine Hoffnung für ein dauerhaftes Leben für 144.000 Menschen im Himmel gibt, tatsächlich steht es so aber nicht in der Bibel. Es wurde lediglich reininterpretiert. Wenn nämlich die 144.000 auf den Berg Zion vom Himmel herabkommen, sind sie wieder auf der Erde. Es gibt nicht einen einzigen Text der darauf hinweist, dass nachdem sie auf dem Zionsberg stehen, wieder in den Himmel auffahren. Im Grunde ist das nur das Ende der Entrückung.

    Ich gebe zu, dass es einige Texte gibt, wo man spekulieren kann. Wenn man aber Ps. 37:29 hinzu nimmt, wo es heißt, dass die Gerechten die Erde besitzen und immerdar darauf wohnen werden, dann können sie nicht im Himmel leben. Da es nur Gerechte und Ungerechtet gibt und die Gerechten auf der Erde leben, könnten eigentlich nur noch die Ungerechten in den Himmel kommen. Das wäre dann aber wieder ungerecht und bei Gott nicht denkbar.

    Man muss das einfach pragmatisch sehen. Wenn die Erde ein runder Planet ist, dann kann sie nicht eine Scheibe oder ein Quader sein. Das eine schliesst das andere aus. Wenn die Gerechten somit für immer auf der Erde leben, dann können sie nicht dauerhaft im Himmel leben. Das geht nicht. Wenn man dann noch berücksichtigt, dass es nur eine Hoffnung gibt und Jesus sagte, Du wirst mit mir im Paradies sein, dann ist das ebenfalls auf der Erde.

    Dass die Organisation das schon seit Jahrzehnten behauptet, macht es nicht realer. Eine falsche Behauptung wird nicht richtiger, wenn man sie oft genug wiederholt. Sie wird immer falsch sein, egal wieviele Menschen das glauben.

    Jesus sagte damals:
    Joh. 8:31,32; Elb:
    31 Jesus sprach nun zu den Juden, die ihm geglaubt hatten: Wenn ihr in meinem Wort bleibt, so seid ihr wahrhaft meine Jünger; 32 und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.

    Wenn wir im Wort von Jesus bleiben werden wir seine Jünger sein und die Wahrheit erkennen und sie wird uns frei machen. Schau Dir die gedruckten und verfilmten Publikationen der Organisation an. Sie handeln und sprechen immer nur von Jehova. Jesus wird nur erwähnt, wenn es sich nicht vermeiden lässt. Wunderst Du Dich da wirklich, dass sie die Wahrheit nicht erkannt haben?

    Jehova sagte über Jesus: „Dieser ist mein Sohn, hört auf ihn!“

    Da liegt ihr allergrösste Fehler, sie hören nicht auf den Sohn Gottes, weil sie glauben dass er nur ein erschaffener Engel ist, statt das er der einziggezeugte Gott und damit sein „leiblicher“ Sohn ist. (Joh. 1:18 NWÜ).

    Liebe Grüße Manfred

  • Manfred
    Dezember 3, 2019

    20.02.20
    Hallo Salomo1,

    zuerst möchte ich was zur HFA sagen. Diese Übersetzung ist eher so geschrieben, dass man die Bibeltexte leichter lesen kann, aber leider fehlen sehr oft Details. Das sieht man daran, wenn deutlich weniger Worte in einem Text verwendet werden als in anderen Übersetzungen. Oft hilft es den Sinn schneller zu erfassen, doch wenn wichtige Passagen überhaupt nicht übersetzt werden, dann mag das einfach zu lesen sein, ist aber nicht so Detail getreu.
    Ich benutze da eher die Elberfelder von 1871 oder die Schlachter Bibel.

    Ansonsten dreht sich die Diskussion leider im Kreis. Ich müsste die meisten Bibeltexte, die ich Dir schon in mehreren vorherigen Kommentaren genannt habe wiederholen. Ich versuche es mal mit meinen eigenen Worten um Dir zu erklären was ich meine:

    Dazu muss ich aber diesen Text noch einmal zitieren da er sehr deutliche Aussagen enthält:

    14 „Denn wenn wir glauben, daß Jesus gestorben und auferstanden ist, also wird auch Gott die durch Jesum Entschlafenen mit ihm bringen. 15 (Denn dieses sagen wir euch im Worte des Herrn, daß wir, die Lebenden, die übrigbleiben bis zur Ankunft des Herrn, den Entschlafenen keineswegs zuvorkommen werden. 16 Denn der Herr selbst wird mit gebietendem Zuruf, mit der Stimme eines Erzengels und mit der Posaune Gottes herniederkommen vom Himmel, und die Toten in Christo werden zuerst auferstehen; 17 danach werden wir, die Lebenden, die übrigbleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden in Wolken dem Herrn entgegen in die Luft; und also werden wir allezeit bei dem Herrn sein.“
    ‭‭1. Thessalonicher‬ ‭4:14-17‬ ‭ELB71‬‬

    Welche deutlichen Aussagen meine ich?

    1.Die Lebenden, die bis zur Ankunft des Herrn auf der Erde leben, werden den Entschlafenen nicht zuvorkommen.
    2.Beim Schall der Posaune kommt Jesus vom Himmel (lt.1.Kor.15:51,52 ist das die letzte Posaune, also die 7.te)
    3.Die Toten in Christo werden zuerst auferstehen
    4.danach werden die Lebenden verwandelt werden (lt.1.Kor. 15:51,52)
    5.Die auferstandenen Toten in Christo und die verwandelten Lebenden werden gemeinsam zu Jesus entrückt und sie werden allezeit bei dem Herrn sein.

    Beim Schall der Posaune gibt es somit eine buchstäbliche Auferstehung und eine Verwandlung der Lebenden. Das interessante hierbei ist, dass beide Personen Gruppen gemeinsam zur Begegnung mit Christus in der Luft, ihm entgegen gehen. Egal wie man es dreht und wendet, ob auferstanden oder verwandelt, beide Gruppen gehen dem gleichen Ziel entgegen, nämlich allezeit beim Herrn zu sein.

    Wie man diese Gruppen nennt, ist eigentlich völlig egal. Die Offenbarung spricht aber von einer Gruppe Menschen, die das wilde Tier und sein Bild angebetet haben und dafür die Plagen Gottes ertragen müssen und von der anderen Gruppe Menschen, die das wilde Tier und sein Bild nicht angebetet haben und dafür von dem wilden Tier getötet werden. Das wilde Tier widerrum treibt sein Unwesen in der Endzeit, kurz bevor Jesus wieder auf die Erde herabkommt. Das sind die Fakten.

    Welche Schlüsse ziehe ich daraus?

    1.Die die das Bild des wilden Tieres angebetet haben, sind definitiv nicht die Menschen, die beim Schall der Posaune verwandelt werden.
    2.Somit müssen es die Personen sein, die das Bild des wilden Tieres nicht angebetet haben. Allerdings sollten die ja von diesem Tier getötet werden.

    Leider ist das so nicht möglich wenn man es buchstäblich nimmt, da es dann keine Jünger Jesu gibt, die tatsächlich buchstäblich am Leben sind, wenn das wilde Tier sie buchstäblich getötet hat. Da sowohl in 1.Thes. 4, als auch in 1,Kor. 15 und eben in der Offenbarung von Menschen die Rede ist, die verwandelt werden, bzw. aus der großen Drangsal kommen, kann das wilde Tier hier keinen buchstäblichen Tod verursachen. Es bleibt gar nichts anderes übrig, als hier auf einen geistigen Tod zu kommen und die Tatsache, dass Jesus gesagt hat:

    “Laß die Toten ihre Toten begraben!“

    …zeigt ja, dass der Sohn Gottes diese Möglichkeit in Betracht gezogen hat. Er hat somit damals schon den Schlüssel dafür genannt, wie man das Rätsel in der Offenbarung lösen kann.

    Ich werde demnächst mal die Merkmale, die in der Offenbarung über das wilde Tier genannt werden zusammen fassen und in einem Kommentar posten, da das schon sehr markante Dinge sind. Wenn man die hintereinander zusammen gefasst liest, bekommt man schon ein sehr klares Bild vom wilden Tier. Aber da brauche ich etwas mehr Zeit dafür.

    Du hast geschrieben:

    Die große Volksmenge sind auf jeden Fall die gerechten Überlebenden. Man kann sie in Off 20:4-6 hineininterpretieren oder auch nicht. Ich mache das nicht, weil die Bibel deutliche Hinweise auf eine irdische Gruppe gibt, die als Menschen auf der Erde weiterleben (Spr 2:21,22; Ps 37:10,11,22,28-29; Zep 2:3 und meine 10 Punkte weiter unten). – Zitat Ende.

    Mit deinem ersten Satz gehe ich voll einig, womit Du aber auch bestätigst, dass es die Gruppe ist, die verwandelt wird. Weil diese Gruppe gemeinsam mit den Auferstanden Brüdern Jesu, ihm in den Wolken entgegen geht, ist klar das sie das gleiche Ziel haben, immer bei Christus zu sein. Das können nur die sein, die an der 1.ten Auferstehung teilhaben, ansonsten würde ja die Möglichkeit bestehen, dass sie doch noch sterben könnten. Und genau das steht der Gruppe in Off. 20:4-6 in Aussicht. Man muss es somit nicht mit Gewalt hineininterpretieren, dieser Schluss drängt sich geradezu auf.

    Jetzt zu Deinem nächsten Gedanken. Du willst sie deshalb nicht in Off. 20:4-6 hinein interpretieren, weil Deiner Meinung nach eindeutig Menschen auf der Erde weiterleben. Ich glaube auch das genau diese Menschen auf der Erde weiterleben. Sowohl die auferstanden Brüder Christi als auch die verwandelten Überlebenden.

    Ich nehme mal an, dass Du glaubst, dass die, die an der 1.ten Auferstehung teilhaben in den Himmel kommen und dort dauerhaft bleiben. Wenn Du aber nicht etwas hinein interpretieren willst, wieso machst Du das dann in diesem Fall? Wenn es diese himmlische Hoffnung (entfernt von der Erde im Himmel zu leben) gäbe, warum gibt es dafür nicht unzählige Bibeltexte? Für die irdische Hoffnung hast Du 3 Bibelbücher mit 8 Bibelversen genannt. Kannst Du mir bitte für die himmlische Hoffnung genau so viele Texte nennen? Aber nur solche wo das wörtlich so steht ohne das man was interpretieren muss? So deutlich wie in Ps. 37 steht, dass die Gerechten die Erde besitzen und immerdar darauf wohnen werden?

    Ich bin gespannt wieviele Du mir nennen wirst?

  • Tommy
    Dezember 3, 2019

    Interessante Auseinandersetzung. Ich moechte Euch aber darauf hinweisen oder zur Vorsicht anhalten nicht die Muecke zu sieben und das Kamel zu verschlucken.
    Tommy

  • Salomo1
    Dezember 3, 2019

    Hallo Alois,

    die Blindheit des Knechtes ist schon auffällig. Ich warte schon sehr lange darauf, dass er zumindest erkennt, dass der neue Bund nicht nur 144000 Mitglieder haben kann, sondern auch die unzählbare große Volksmenge im neuen Bund sein muss. Nur so wird der Same Abrahams, wie vorausgesagt, unzählbar vor Menge.
    Jehova hat da mit dem alten mosaischen Bund ein wunderbares Vorbild designt, aber niemand erkennt, dass es deshalb im neuen Bund auch zwei Gruppen geben muss. Die Erstgeborenen, die für den Tempel sind und den Rest des Volkes, der das Land erbt.
    Und keiner traut sich was zu sagen, weil alle glauben der „Knecht“ käme von selbst auf die Idee. Doch welcher Verwalter erntet die Kartoffeln selbst, die dann zur rechten Zeit serviert werden? Ohne die Förderung eines guten Vorschlagswesens und einer selbständigen Forschungsabteilung, welche die Vorschläge ergebnisoffen prüft, wird das Verständnis weiterhin schlecht bleiben.

  • Salomo1
    Dezember 3, 2019

    Hallo Manfred,

    ich hatte den Textteil ausgelassen, weil es da nicht um geistig oder buchstäblich lebendig ging. Aber ich sehe man könnte hier zwei bis drei Gruppen sehen:

    „Und ich sah Throne, und sie (zuerst Auferweckte Off 6:9-11) setzten sich darauf, und das Gericht wurde ihnen übergeben; und ich sah die Seelen derer, die (danach) um des Zeugnisses Jesu und um des Wortes Gottes willen enthauptet worden waren, und die (Überlebenden), welche das Tier und sein Bild nicht angebetet und das Malzeichen nicht an ihre Stirn und an ihre Hand angenommen hatten, und sie wurden (leiblich) lebendig und herrschten mit dem Christus tausend Jahre. Die Übrigen der (leiblich und geistig) Toten wurden nicht (geistig) lebendig, bis die tausend Jahre vollendet waren. Dies ist die erste (leibliche) Auferstehung (bzw. Verwandlung). “ (Elberfelder)

    Die auf den Thronen sitzen müssen mit dem Rest nicht identisch sein. Da aber alle mit Christus regieren könnten die beiden letzten Gruppen diejenigen sein, die sich auf die Throne setzen. Die Überlebenden könnten aber auch als Menschen in fürstliche Stellungen eingesetzt werden (Ps 45:16).

    Es gibt aber zumindest eine Übersetzung, wo es nur eine Gruppe gibt:
    „Nun sah ich mehrere Thronsessel. Auf ihnen nahmen diejenigen Platz, die den Auftrag bekamen, über andere Gericht zu halten. Es waren die Seelen der Menschen, die man enthauptet hatte, weil sie sich treu zu Jesus und zu Gottes Botschaft bekannt hatten. Sie hatten das Tier und seine Statue nicht angebetet, hatten sein Zeichen nicht auf ihrer Stirn oder Hand getragen. Jetzt wurden sie wieder lebendig und herrschten mit Christus tausend Jahre.“ (Hoffnung für Alle)

    Der Text ist also nicht eindeutig. Er muss keine Aussage über Überlebende machen. Der nachfolgende Text spricht von den übrigen Toten, deshalb bin ich davon ausgegangen, dass in Off 20:4-6 nur von buchstäblich Toten die Rede ist. Du versuchst also die Überlebenden, die körperlich und geistig lebendig sind, doch irgendwie auf eine dritte Art für tot zu erklären. Das könnte man so hinbiegen, aber das geht aus dem Text nicht zwingend hervor.

    Die große Volksmenge sind auf jeden Fall die gerechten Überlebenden. Man kann sie in Off 20:4-6 hineininterpretieren oder auch nicht. Ich mache das nicht, weil die Bibel deutliche Hinweise auf eine irdische Gruppe gibt, die als Menschen auf der Erde weiterleben (Spr 2:21,22; Ps 37:10,11,22,28-29; Zep 2:3 und meine 10 Punkte weiter unten).

    Ich kann also nicht erkennen, dass meine Ansicht offensichtlich falsch ist. Für mich spricht mehr dafür, als dagegen und alle Gegenargumente waren bisher nicht zwingend. Ich bin der Überzeugung, dass die Wahrheit erkennbar ist. Wenn vieles dafür spricht und die Gegenargumente alle entkräftet werden können und es gut in das Gesamtbild der Bibel passt, dann ist das für mich wahr. Dabei ist es mir egal, wer sonst noch diese Ansichten vertritt oder nicht vertritt.

    Und wenn du nicht erkennen kannst, dass meine Ansicht zumindest eine plausible Alternative ist, dann frage ich mich, wieso das so ist. Was hast du davon?

  • Alois
    Dezember 3, 2019

    Lieber Manfred
    Liebe Schwestern und Brüder, 09.02.2020

    Gerade die letzten Kommentare über Offbg. 20: 4-6 zeigen wie blind der heutige Knecht Jehovas ist. Anstelle Knecht kann man auch Sklave oder Diener sagen. Aber die WTO hat es geschafft, selbst eigentlich eindeutige Aussagen so zu verändern, dass das Volk (der Zeugen Jehovas) in Blindheit gehalten wird.
    Beispiel, achtet auf den ersten Satz, alle Übersetzungen schreiben sinngemäß, „Wer ist so blind wie mein Knecht“, außer die NWÜ, die schreibt das anders:

    Luther 1912 Jes. 42
    19 Wer ist so blind wie mein Knecht, und wer ist so taub wie mein Bote, den ich sende? Wer ist so blind wie der Vollkommene und so blind wie der Knecht des HERRN?

    Schlachter Jes. 42
    19 Wer ist blind, wenn nicht mein Knecht, oder so taub wie mein Bote, den ich gesandt habe? Wer ist so blind wie der Vertraute und so blind wie der Knecht des HERRN?

    Elberfelder 1871 Jes. 42
    19. Wer ist blind, als nur mein Knecht? Und taub wie mein Bote, den ich sende? Wer ist blind wie der Vertraute, und blind wie der Knecht Jehovas?

    NWÜ Jes. 42
    19 Wer ist blind außer meinem Diener, so taub wie der Bote, den ich schicke? Wer ist so blind wie der Belohnte,so blind wie der Diener Jehovas?

    Ein Sklave der zu solchen Tricks greifen muss, damit der Sinn des ersten Satzes umgedreht wird, indem er aus „Wer ist so blind wie mein Knecht“ ein „Wer ist blind außer meinem Diener“ macht, kann nur der böse Sklave sein.

    Liebe Grüße
    Alois

  • Manfred an Salomo1
    Dezember 3, 2019

    08.02.20

    Hallo Salomo1,

    Du hast mir im ersten Absatz geschrieben:
    Wir sind gar nicht so weit auseinander. – Zitat Ende.

    Leider muss ich Dir da widersprechen. Deine jetzige Antwort an mich zeigt, daß wir in der Art und Weise wie wir die Bibel erkunden, meilenweit auseinander sind. Du lässt Texte, die mit Deiner Sichtweise nicht übereinstimmen einfach weg und ignorierst sie.

    Klar, das kann man so machen. Aber man wird die wahre Botschaft der Bibel nicht verstehen. Man versucht ja nur die Bibel so hinzubiegen, dass es zu der eigenen Ansicht passt. Aber war das der Wunsch unseres himmlischen Vaters als er die Bibel hat schreiben lassen, so frei nach dem Motto:

    „Hey, ich habe Euch hier ein Sammelsurium an Geschichten zusammen gestellt, die ihr nach belieben verändern und gemäß Eurer persönlichen Sichtweise anpassen könnt. Jeder kann seine Sichtweise durch irgendeinen Bibeltext belegen und damit habt ihr alle Recht. Seid glücklich, denn ihr habt Euren Glauben gefunden. Und alles wird auf ewige Zeiten so weitergehen wie bisher.“

    Wenn das der Wille Gottes ist, dann wären alle Menschen fein raus. Wenn es aber der Wille Gottes ist, dass sein Wort Wahrheit ist, dann sind solche nachträglichen Veränderungen an seinem Wort nicht hilfreich. Zumindest wenn man wissen will, was Gott mit einem Text wirklich sagen wollte. Was bringt es uns, wenn wir uns unseren Glauben an Gott so zusammenstricken, dass wir damit glücklich sind, aber Gott in Wirklichkeit was ganz anderes wünscht?

    Daher möchte ich aus Deiner Antwort an mich, einen weiteren Satz zitieren:

    Für mich macht deshalb Off 20:4-6 keine direkte Aussage über die geistig lebendigen Überlebenden. Über ihr Schicksal macht die Offenbarung an dieser Stelle keine Aussage. – Zitat Ende

    Und davor hattest Du genau den Text aus Off. 20:4-6 zitiert und ich kopiere ihn so rein, wie Du es getan hast:

    4 „Und ich sah Throne, und sie saßen darauf,… und sie lebten (buchstäblich und geistig) und herrschten mit dem Christus tausend Jahre. 5 Die übrigen der (buchstäblich und geistig) Toten wurden nicht (geistig!) lebendig, bis die tausend Jahre vollendet waren. Dies ist die erste (buchstäbliche!) Auferstehung. 6 Glückselig und heilig, wer teilhat an der ersten (buchstäblichen) Auferstehung! Über diese hat der zweite Tod keine Gewalt, sondern sie werden Priester Gottes und des Christus sein und mit ihm herrschen tausend Jahre.“ – Zitat Ende.

    Also für Dich macht Off. 20:4-6 keine direkte Aussage über die geistig lebendigen Überlebenden. Das ist ja interessant. Vielleicht liegt es daran, dass Du genau diese Aussage einfach mit … ersetzt hast!!! Offensichtlich passt diese Bibelpassage nicht zu Deiner Sichtweise und da hast Du sie kurzerhand aus dem Worte Gottes eliminiert, zumindest in Deinem Zitat. In der Bibel stehen sie immer noch und daher zitiere ich mal den Teil den Du weggelassen hast und zum besseren Verständnis im Zusammenhang:

    „4 Und ich sah Throne, und sie saßen darauf,

    und es wurde ihnen gegeben, Gericht zu halten; und die Seelen derer, welche um des Zeugnisses Jesu und um des Wortes Gottes willen enthauptet waren, und die, welche das Tier nicht angebetet hatten, noch sein Bild, und das Malzeichen nicht angenommen hatten an ihre Stirn und an ihre Hand,

    und sie lebten und herrschten mit dem Christus tausend Jahre. 5 Die übrigen der Toten wurden nicht lebendig, bis die tausend Jahre vollendet waren. Dies ist die erste Auferstehung. 6 Glückselig und heilig, wer teilhat an der ersten Auferstehung! Über diese hat der zweite Tod keine Gewalt, sondern sie werden Priester Gottes und des Christus sein und mit ihm herrschen tausend Jahre.“
    ‭‭Offenbarung‬ ‭20:4-6‬ ‭ELB71‬‬

    Ich habe es extra noch durch Zeilenschaltung und Fettschrift hervorgehoben, um zu verdeutlichen wieviel Text Du aus Offenbarung 20:4-6 durch 3 Punkte ersetzt hast. Und wie es der Zufall so will, steht genau in dieser weggelassen Passage die Aussage, die Du nicht finden konntest. Das Tier und das Bild das nicht angebetet und deren Malzeichen angenommen werden soll, tritt am Ende der Zeit auf. Somit sind genau die Nachfolger Jesu, die vor seinem 2.ten Kommen auf die Erde am Leben sind, diejenigen die das Tier nicht angebetet haben. Das sind die Menschen die nicht buchstäblich auferstehen, aber verwandelt werden müssen.

    Und Du findest dazu keine Aussage???

    Beantworte mir doch mal ein einzige Frage ganz ehrlich:

    Aus welchem Grund hast Du genau diese Passage aus dem Bibelzitat heraus gelöscht?

    Ich glaube Du hast es mit Absicht getan um weiterhin die Lehre publizieren zu können, dass die Große Volksmenge nicht zu den 144.000 gehört. Aber die Tatsache, dass Du es gelöscht hast, zeigt ja das Dir aufgefallen ist, dass diese Lehre falsch ist, sonst hättest Du es ja nicht löschen müssen.

    Was bezweckst Du damit eine offensichtlich falsche Lehre weiterhin zu vertreten? Was nützt es Dir?

    Ich denke nichts, denn es steht geschrieben:

    „16 Da unterredeten sich die Jehova fürchten miteinander, und Jehova merkte auf und hörte; und ein Gedenkbuch ward vor ihm geschrieben für die, welche Jehova fürchten und welche seinen Namen achten. 17 Und sie werden mir, spricht Jehova der Heerscharen, zum Eigentum sein an dem Tage, den ich machen werde; und ich werde ihrer schonen, wie ein Mann seines Sohnes schont, der ihm dient. 18 Und ihr werdet wiederum den Unterschied sehen zwischen dem Gerechten und dem Gesetzlosen, zwischen dem, der Gott dient, und dem, der ihm nicht dient.“
    ‭‭Maleachi‬ ‭3:16-18‬ ‭ELB71‬‬

    Und was in Offenbarung 22:18 und 19 steht, das weißt Du ja sicherlich.

  • Salomo1
    Dezember 3, 2019

    Hallo Manfred,

    das Letzte klingt ja alles sehr vernünftig. Die buchstäblich Toten, aber geistig Lebendigen nehmen an der ersten Auferstehung teil. Und es gibt auch körperlich Überlebende, die verwandelt werden, weil sie vorher schon geistig lebendig waren. Auch über diese hat der zweite Tod keine Gewalt.
    Danach werden die übrigen buchstäblich Toten auferweckt, um während der 1000 Jahre Gerechtigkeit zu lernen. Wer sich am Ende nicht von Satan verführen lässt, wird auch geistig lebendig. Wir sind gar nicht so weit auseinander.

    „Es würde bedeuten, das egal wann man gelebt hat, in Gottes Augen lebendig ist, wenn man an seinen Sohn geglaubt hat oder es noch tut. Alle anderen wären aus der Sicht Gottes noch nicht zum Leben gekommen und somit geistig tot, auch wenn sie zur Zeit Jesu oder der Zeit des Endes buchstäblich am Leben sind.“ (Zitat Manfred)
    Die geistige Auferstehung findet also bereits statt, wenn man zum Glauben an den Christus kommt (1. Johannes‬ ‭3:14; Kol 2:12).

    Ich will deshalb den Text aus Off 20 nochmal deutlich machen:

    4 „Und ich sah Throne, und sie saßen darauf,… und sie lebten (buchstäblich und geistig) und herrschten mit dem Christus tausend Jahre. 5 Die übrigen der (buchstäblich und geistig) Toten wurden nicht (geistig!) lebendig, bis die tausend Jahre vollendet waren. Dies ist die erste (buchstäbliche!) Auferstehung. 6 Glückselig und heilig, wer teilhat an der ersten (buchstäblichen) Auferstehung! Über diese hat der zweite Tod keine Gewalt, sondern sie werden Priester Gottes und des Christus sein und mit ihm herrschen tausend Jahre.“

    Die erste Auferstehung ist eine buchstäbliche Auferstehung, weil die Auferstandenen ja bereits schon vorher geistig auferstanden sind. Die Überlebenden nehmen nicht an einer buchstäblichen Auferstehung teil, weil sie nicht gestorben sind.
    Jetzt ist halt die Frage, ob man die buchstäbliche Verwandlung jetzt auch als erste Auferstehung bezeichnen muss, damit der zweite Tod keine Gewalt mehr über sie hat. Dafür sehe ich keine Notwendigkeit, weil dies ja schon aus dem von dir zitierten Text aus Joh. 11:25,26 hervorgeht.
    Für mich macht deshalb Off 20:4-6 keine direkte Aussage über die geistig lebendigen Überlebenden. Über ihr Schicksal macht die Offenbarung an dieser Stelle keine Aussage.
    Da sie aber weder geistig noch buchstäblich zu den Toten zählen, wird der zweite Tod auch über sie keine Gewalt mehr haben, sondern sie werden zur Vollkommenheit verwandelt werden, so dass sie nicht mehr sündigen müssen.
    Jetzt ist nur noch die Frage, ob die Überlebenden in das Bild des himmlischen Jesus oder in das Bild des vollkommenen irdischen Jesus verwandelt werden.
    Und da ich aus bereits erwähnten anderen Schriftstellen schließe, dass auf der Erde gerechte Menschen übrigbleiben werden, gehe ich davon aus, dass die Überlebenden sofort in vollkommene Menschen verwandelt werden, wie es Adam und Eva waren. Sie brauchen keine Schlussprüfung, weil sie in der großen Drangsal bereits erprobt wurden.

  • Manfred an Salomo 1
    Dezember 3, 2019

    27.01.20

    Lieber Salomo1,

    das tut mir leid, dass Du einen Trauerfall hattest. Mein herzliches Beileid.

    Was unser Thema betrifft, so zeigt sich, dass wir schon einen gemeinsamen Ansatz haben. Du schreibst ja:

    „Wenn man zwischen geistig und körperlich Toten unterscheidet, löst sich das Problem.“- Zitat Ende

    Richtig, dann löst sich das Problem. Statt geistig Toter könnte man auch sagen, man müsste es aus der Sicht Gottes betrachten. Jeder der an seinen Sohn glaubt, lebt in seinen Augen, auch wenn er buchstäblich gestorben ist, was Jesus genau so gesagt hat:

    Joh. 11:25,26, NWÜ:
    25 Jesus sprach zu ihr: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer Glauben an mich ausübt, wird zum Leben kommen, auch wenn er stirbt; 26  und jeder, der lebt und Glauben an mich ausübt, wird überhaupt nie sterben. Glaubst du das?“

    Im Vers 26 ist im übrigen die Große Volksmenge gemeint, denn diese leben und glauben an Jesus und werden daher nie sterben. Genau das ist der Punkt, wenn Sie nie sterben, hat der 2.te Tod keine Gewalt mehr über sie und genau darüber steht geschrieben:

    4 „Und ich sah Throne, und sie saßen darauf, und es wurde ihnen gegeben, Gericht zu halten; und die Seelen derer, welche um des Zeugnisses Jesu und um des Wortes Gottes willen enthauptet waren, und die, welche das Tier nicht angebetet hatten, noch sein Bild, und das Malzeichen nicht angenommen hatten an ihre Stirn und an ihre Hand, und sie lebten und herrschten mit dem Christus tausend Jahre. 5 Die übrigen der Toten wurden nicht lebendig, bis die tausend Jahre vollendet waren. Dies ist die erste Auferstehung. 6 Glückselig und heilig, wer teilhat an der ersten Auferstehung! Über diese hat der zweite Tod keine Gewalt, sondern sie werden Priester Gottes und des Christus sein und mit ihm herrschen tausend Jahre.“
    ‭‭Offenbarung‬ ‭20:4-6‬ ‭ELB71‬‬
    搀Nur über die Personen der 1.ten Auferstehung hat der 2.te Tod keine Gewalt mehr. Nur sie können ewig leben.

    Wir können aber durchaus den Begriff „Geistig Toter“ verwenden. Dann müsste man das zu jedem Zeitpunkt der Weltgeschichte so betrachten können, auch in der Zeit des Endes. Es würde bedeuten, das egal wann man gelebt hat, in Gottes Augen lebendig ist, wenn man an seinen Sohn geglaubt hat oder es noch tut. Alle anderen wären aus der Sicht Gottes noch nicht zum Leben gekommen und somit geistig tot, auch wenn sie zur Zeit Jesu oder der Zeit des Endes buchstäblich am Leben sind.

    Wenn man jetzt weiß, dass es Menschen gibt, die geistig tot sein können, bekommt das Töten des wilden Tieres einen ganz neuen Aspekt. Das wilde Tier tötet nicht buchstäblich, sondern geistig. Daher werden alle geistig getötet, die das Bild des wilden Tieres nicht anbeten, sind aber buchstäblich am Leben. Das ist in der Zeit des Endes die große Volksmenge. Diese sind in den Augen des wilden Tieres geistig tot, aber buchstäblich am Leben und können somit die große Drangsal überleben. Weil sie das wilde Tier nicht angebetet haben, werden sie mit Christus 1.000 Jahre regieren und haben an der 1.ten Auferstehung (durch Verwandlung) teil, denn da stirbt der alte Körper und sie bekommen einen neuen himmlischen Leib. Denn auch das wird in 1.Kor. 15 eindeutig beschrieben, hier nur auszugsweise:

    „Dies aber sage ich, Brüder, daß Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht ererben können, auch die Verwesung nicht die Unverweslichkeit ererbt.“
    ‭‭1. Korinther‬ ‭15:50‬ ‭ELB71‬‬

    Der Körper der großen Volksmenge muss verwandelt werden, damit sie ewig leben können und wir wissen auch, dass die die bis zur Wiederkunft von Jesus am Leben sind, zusammen mit den buchstäblich auferstanden Brüdern Christi gemeinsam Jesus in den Wolken entgegen gehen. Zusammen genommen bilden sie die symbolische Zahl der 144.000.

    Man kann die 1.te und 2.te Auferstehung besser verstehen, wenn man sich auch den Zustand der übrigen Toten aus Off. 20 ins Bewusstsein ruft. Jesus hat damals etwas sehr wichtiges zu diesem Thema gesagt:

    Joh. 5:28, 29, NWÜ:
    28 Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören 29 und herauskommen werden, die, welche Gutes getan haben, zu einer Auferstehung des Lebens, die, welche Schlechtes getrieben haben, zu einer Auferstehung des Gerichts.

    Es kommt EINE STUNDE (keine Stunden, keine Monate oder keine Jahre), sondern nur EINE STUNDE in der ALLE seine Stimme hören und herauskommen werden, die welche Gutes getan haben (die Gerechten) zu einer Auferstehung des Lebens (1.te Auferstehung) und die welche Schlechtes getrieben haben (die Ungerechten) zu einer Auferstehung des Gerichts (1.000 Jahre). Aus der Sicht Gottes leben nur die Gerechten. Die Ungerechten bleiben noch im Tod, auch wenn sie buchstäblich auferstanden sind oder die Endzeit miterlebt haben. Sie sind buchstäblich während der 1.000 Jahre am Leben, haben aber noch kein ewiges Leben. Sie werden nun aufgrund ihrer Werke während der 1.000 Jahre gerichtet:

    12 „Und ich sah die Toten, die Großen und die Kleinen, vor dem Throne stehen, und Bücher wurden aufgetan; und ein anderes Buch ward aufgetan, welches das des Lebens ist. Und die Toten wurden gerichtet nach dem, was in den Büchern geschrieben war, nach ihren Werken. 13 Und das Meer gab die Toten, die in ihm waren, und der Tod und der Hades gaben die Toten, die in ihnen waren, und sie wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken. 14 Und der Tod und der Hades wurden in den Feuersee geworfen. Dies ist der zweite Tod, der Feuersee. 15 Und wenn jemand nicht geschrieben gefunden wurde in dem Buche des Lebens, so wurde er in den Feuersee geworfen.“
    ‭‭Offenbarung‬ ‭20:12-15‬ ‭ELB71‬‬

    Eine buchstäbliche Auferstehung gibt es nur zu Beginn der 1.000 Jahre. Die 1.te und 2.te Auferstehung steht eher für den Eintrag im Buch des Lebens. Die einen bekommen diesen Eintrag am Anfang der 1.000 Jahre (1.te Auferstehung) und die übrigen, wenn sie sich entsprechend verhalten haben, am Ende der 1.000 Jahre (2.te Auferstehung).

    Deine letzten beiden Absätze möchte ich nochmal zusammenfassend beantworten, Du hattest geschrieben:

    „Wer an der ersten Auferstehung Teil hat, der war schon die ganze Zeit vorher geistig lebendig (1. Johannes‬ ‭3:14; Kol 2:12,3:1). Deshalb geht es hierbei um eine buchstäbliche Auferstehung. Die Überlebenden sind aber sowohl geistig als auch buchstäblich schon lebendig und benötigen keine Auferstehung. Aber sie müssen noch verwandelt werden, damit der Körper nicht doch noch stirbt.„ – Zitat Ende

    Auch derjenige der verwandelt wird, dessen Körper stirbt und er bekommt ja dann einen neuen. Aber grundsätzlich wird er ins Buch des Lebens eingetragen.

    Weiter schreibst Du:
    „Wenn ich dich richtig verstanden haben, gehst du deshalb davon aus, dass die Glieder der großen Volksmenge alle buchstäblich gestorben sind und dann wieder auferweckt werden. Wahrscheinlich gehst du davon aus, dass es noch weitere geistig tote Überlebenden gibt, die dann aber dann erst am Ende der 1000 Jahre geistig lebendig werden. Habe ich das richtig verstanden oder überlebt kein geistig toter Harmagedon?„ – Zitat Ende.

    Wie zuvor beschrieben, glaube ich nicht dass die große Volksmenge buchstäblich gestorben ist, sondern vom wilden Tier geistig getötet wurde und somit immer noch buchstäblich lebt. Und zu dem 2.ten Teil sage ich ja, es wird sowohl Überlebende geben, als auch buchstäblich auferstandene Personen (Ungerechte), die in Gottes Augen noch kein ewiges Leben erhalten haben und somit noch im ersten Tod geblieben sind. Das zeigt der nachfolgende Text:

    14 „Wir wissen, daß wir aus dem Tode in das Leben übergegangen sind, weil wir die Brüder lieben; wer den Bruder nicht liebt, bleibt in dem Tode.“
    ‭‭1. Johannes‬ ‭3:14‬ ‭ELB71‬‬

    Wenn man beim Bibel lesen zwischen buchstäblich und sinnbildlich unterscheidet, versteht man die Zusammenhänge viel besser. Du hattest somit Recht, es gibt zwei Gruppen von Menschen, die einen die schon ewiges Leben haben und die anderen die es am Ende der 1.000 Jahre erhalten können. Es gibt Gerechte und Ungerechte. Die Brüder Christi und die Menschen, die noch nicht seine Brüder sind. Die große Volksmenge gehört aber eindeutig zur ersten Gruppe.

    Liebe Grüße Manfred

  • Salomo1
    Dezember 3, 2019

    Hallo Manfred,

    ich hatte einen Trauerfall und musste erst mal Pause machen.

    Wenn man zwischen geistig und körperlich Toten unterscheidet, löst sich das Problem.

    21„Ein anderer aber von seinen Jüngern sprach zu ihm: Herr, erlaube mir, zuvor hinzugehen und meinen Vater zu begraben. 22 Jesus aber sprach zu ihm: Folge mir nach, und laß die Toten ihre Toten begraben.“
    ‭‭Matthäus‬ ‭8:21-22‬ ‭ELB71‬‬
    1. Frage: Wen meinte Jesus mit den Toten die ihre Toten begraben sollten?
    a) Waren sie buchstäblich tot, wie können sie dann andere Tote begraben?
    b) Waren sie am Leben, wieso bezeichnet sie Jesus als Tote?

    Antwort: Sie waren geistig tot, auch wenn sie buchstäblich am Leben waren.

    „Wir wissen, daß wir aus dem Tode in das Leben übergegangen sind, weil wir die Brüder lieben; wer den Bruder nicht liebt, bleibt in dem Tode.“
    ‭‭1. Johannes‬ ‭3:14‬ ‭ELB71‬‬
    2.Frage: Wie ist das gemeint?
    a) Zum Zeitpunkt der Aussage waren sie am Leben. Wurden sie zu diesem Zeitpunkt bereits verwandelt?
    b) Warum sind sie danach buchstäblich gestorben, obwohl sie doch in das Leben übergegangen sind?
    c) Müssen sie jetzt dennoch auferweckt werden, obwohl sie doch schon ins Leben übergegangen waren?

    Antwort: Sie kamen geistig zum Leben, müssen aber buchstäblich auferweckt werden, wenn sich buchstäblich sterben. Buchstäblich verwandelt werden nur die geistig und körperlich Lebendigen, welche das zukünftige sichtbare Kommen Jesu erleben werden (Off 1:7).

    „Und Jesus sprach zu ihnen: Die Söhne dieser Welt heiraten und werden verheiratet; die aber würdig geachtet werden, jener Welt teilhaftig zu sein und der Auferstehung aus den Toten, heiraten nicht, noch werden sie verheiratet; denn sie können auch nicht mehr sterben, denn sie sind Engeln gleich und sind Söhne Gottes, da sie Söhne der Auferstehung sind. Daß aber die Toten auferstehen, hat auch Moses angedeutet „in dem Dornbusch“, wenn er den Herrn „den Gott Abrahams und den Gott Isaaks und den Gott Jakobs“ nennt. Er ist aber nicht Gott der Toten, sondern der Lebendigen; denn für ihn leben alle.“
    ‭‭Lukas‬ ‭20:34-38‬ ‭ELB71‬‬
    3. Frage: Wie hat Jesus das gemeint?
    a) Ist Abraham derzeit tot, wie kann er dann Jehova zum Gott haben?
    b) Lebt Abraham jetzt, wo ist er dann?
    c) Warum steht nirgends in der Bibel, dass Abraham auferweckt worden ist? Ohne Auferstehung kein Leben.

    Antwort: Abraham ist buchstäblich tot aber geistig gesehen lebendig (in Gottes Erinnerung). Für ihn leben sie alle, er betrachtet sie so, als ob sie schon wieder buchstäblich lebendig wären und nur zur Zeit schlafen (Joh 11:11). Wenn es keine Auferstehung gäbe, wie die Sadduzäer glaubten, dann müsste das anders sein.

    Wer an der ersten Auferstehung Teil hat, der war schon die ganze Zeit vorher geistig lebendig (1. Johannes‬ ‭3:14; Kol 2:12,3:1). Deshalb geht es hierbei um eine buchstäbliche Auferstehung. Die Überlebenden sind aber sowohl geistig als auch buchstäblich schon lebendig und benötigen keine Auferstehung. Aber sie müssen noch verwandelt werden, damit der Körper nicht doch noch stirbt.

    Wenn ich dich richtig verstanden haben, gehst du deshalb davon aus, dass die Glieder der großen Volksmenge alle buchstäblich gestorben sind und dann wieder auferweckt werden. Wahrscheinlich gehst du davon aus, dass es noch weitere geistig tote Überlebenden gibt, die dann aber dann erst am Ende der 1000 Jahre geistig lebendig werden. Habe ich das richtig verstanden oder überlebt kein geistig toter Harmagedon?

  • Manfred an Salomo1
    Dezember 3, 2019

    22.01.20

    Lieber Salomo1,

    hast Du meine Fragen an Dich vom 12.01.20 gesehen? Kannst Du mir dazu eine Rückmeldung geben,
    würde mich freuen von Dir zu hören.

    Liebe Grüße Manfred

  • Manfred
    Dezember 3, 2019

    12.01.20
    Lieber Salomo1,

    ich möchte mal Deinen Satz aufgreifen:

    Wenn ich die Bibel mit der Bibel auslege und dabei Prophezeiungen und prophetische Vorbilder beachte, dann komme ich zu dem Schluss, dass es eine zweite irdische Gruppe geben muss. – Zitat Ende

    Da stimme ich Dir voll und ganz zu. Aber diese zweite irdische Gruppe ist nicht die große Volksmenge, sondern es sind die übrigen, die nicht an der 1.ten Auferstehung teil hatten. Du wirst jetzt sagen, Blödsinn, wenn Sie nicht auferweckt sind, können sie nicht auf der Erde leben. Ich könnte Dir jetzt einige Bibeltexte zeigen, dass es dennoch so ist, die werden Dir aber nichts nützen, weil Du eine völlige andere Grundlage hast als ich es glaube. Daher können wir uns noch soviel Bibeltexte um die Ohren hauen, weil ich und Du jeweils etwas anderes darunter verstehen und es dafür nie eine Einigung geben wird.

    Versuch mal einem Zeugen Jehovas zu erklären, dass man Jesus genauso ehren soll wie Jehova. Der wird das nie akzeptieren weil er in sämtlichen Publikationen der Organisation immer nur von Jehova liest und so gut wie gar nicht von Jesus. Das ist somit völlig unmöglich da mit biblischen Argumenten zu kommen. Es besteht einfach keine gemeinsame Grundlage.

    Daher möchte ich von Dir gerne hören wie Du die nachfolgenden Bibeltexte beurteilst.

    21„Ein anderer aber von seinen Jüngern sprach zu ihm: Herr, erlaube mir, zuvor hinzugehen und meinen Vater zu begraben. 22 Jesus aber sprach zu ihm: Folge mir nach, und laß die Toten ihre Toten begraben.“
    ‭‭Matthäus‬ ‭8:21-22‬ ‭ELB71‬‬

    1. Frage: Wen meinte Jesus mit den Toten die ihre Toten begraben sollten?
    a) Waren sie buchstäblich tot, wie können sie dann andere Tote begraben?
    b) Waren sie am Leben, wieso bezeichnet sie Jesus als Tote?

    „Wir wissen, daß wir aus dem Tode in das Leben übergegangen sind, weil wir die Brüder lieben; wer den Bruder nicht liebt, bleibt in dem Tode.“
    ‭‭1. Johannes‬ ‭3:14‬ ‭ELB71‬‬

    Johannes schrieb über sich und an seine damaligen Brüder: Wir sind aus dem Tode in das Leben übergegangen!

    2.Frage: Wie ist das gemeint?
    a) Zum Zeitpunkt der Aussage waren sie am Leben. Wurden sie zu diesem Zeitpunkt bereits verwandelt?
    b) Warum sind sie danach buchstäblich gestorben, obwohl sie doch in das Leben übergegangen sind?
    c) Müssen sie jetzt dennoch auferweckt werden, obwohl sie doch schon ins Leben übergegangen waren?

    Und zum Schluss noch diese Aussage von Jesus:

    „Und Jesus sprach zu ihnen: Die Söhne dieser Welt heiraten und werden verheiratet; die aber würdig geachtet werden, jener Welt teilhaftig zu sein und der Auferstehung aus den Toten, heiraten nicht, noch werden sie verheiratet; denn sie können auch nicht mehr sterben, denn sie sind Engeln gleich und sind Söhne Gottes, da sie Söhne der Auferstehung sind. Daß aber die Toten auferstehen, hat auch Moses angedeutet „in dem Dornbusch“, wenn er den Herrn „den Gott Abrahams und den Gott Isaaks und den Gott Jakobs“ nennt. Er ist aber nicht Gott der Toten, sondern der Lebendigen; denn für ihn leben alle.“
    ‭‭Lukas‬ ‭20:34-38‬ ‭ELB71‬‬

    Hier sagt Jesus, dass Gott nicht ein Gott der Toten ist, sondern der Lebendigen. Er sagt im Satz vorher aber explizit, dass er der Gott Abrahams ist. Dieser ist jedoch tot.

    3. Frage: Wie hat Jesus das gemeint?
    a) Ist Abraham derzeit tot, wie kann er dann Jehova zum Gott haben?
    b) Lebt Abraham jetzt, wo ist er dann?
    c) Warum steht nirgends in der Bibel, dass Abraham auferweckt worden ist? Ohne Auferstehung kein Leben.

    Bitte beantworte mir diese drei Fragen inkl. der a-c Erweiterung, denn Deine Antworten werden zeigen ob wir eine gemeinsame Grundlage haben oder nicht. Du kennst Dich ja offensichtlich gut in der Bibel aus und kannst die Bibel mit der Bibel auslegen. Somit müsstest Du eine logische Erklärung dafür haben. Die Antworten darauf sind der Schlüssel um die erste und zweite Auferstehung verstehen zu können.

    Liebe Grüße Manfred

  • Salomo1
    Dezember 3, 2019

    Hallo Manfred,

    Die Frage ist umgekehrt, womit wird begründet, dass alle die das Bild des wilden Tieres nicht angebetet haben, mit Jesus regieren werden? Mit Off 20:4-6. Also schauen wir uns den Text noch mal genau an:

    „Und ich sah Throne, und sie saßen darauf, und es wurde ihnen gegeben, Gericht zu halten;“
    Christen die als Richter eingesetzt werden (1 Kor 6:2).

    „und die Seelen derer, welche um des Zeugnisses Jesu und um des Wortes Gottes willen enthauptet waren,“
    Es sind diejenigen, von denen beim 5. Siegel die Rede war (Off 6:9). Die gleichen wie zuvor oder andere?

    „und die, welche das Tier nicht angebetet hatten, noch sein Bild, und das Malzeichen nicht angenommen hatten an ihre Stirn und an ihre Hand,“
    Die gleiche Gruppe wie zuvor oder diejenigen, die nach der Auferstehung der Verstorben noch am Leben waren und danach getötet wurden (Off 6:11)?

    „und sie lebten und herrschten mit dem Christus tausend Jahre. Die übrigen der Toten wurden nicht lebendig, bis die tausend Jahre vollendet waren. Dies ist die erste Auferstehung.“

    Alle herrschen mit Christus. Sie sind bereits lebendig als Johannes sie sieht. Aber sie waren tot, weil von den „übrigen Toten“ die Rede ist. Deshalb haben sie auch an der ersten Auferstehung teilgenommen.

    Sieht so aus, als ob alle, die mit Jesus regieren, zuvor körperlich getötet wurden. Da die zwei gesalbten Zeugen am Ende vom Tier getötet werden, könnten tatsächlich alle Gesalbten sterben.

    Aber was ist mit denen, die von selbst gestorben sind? Diese brauchen zumindest eine Auferstehung.

    Aber was ist mit potentiellen Überlebenden? Die brauchen keine Auferstehung. Der Text muss nicht zwangsweise auch für diese gelten, weil im Text explizit nur von Auferstandenen die Rede ist.
    Der Text sagt also nicht unbedingt, dass jeder, der das Tier nicht anbetet, auch mit Christus regieren wird. Auf einem Bein kann man auch nicht stehen (2. Kor 13:1). Wir bräuchten jetzt noch einen zweiten Text, um das zu klären.

    Die Bibel zeigt, dass Gerechte und Untadelige auf der Erde übrig bleiben werden (Spr 2:21,22; Ps 37:10,11,22,28-29; Zep 2:3). Und gerecht ist nur, wer den Willen Jehovas tut (Mal 3:18; Luk 1:6).

    Wenn also gerechte Anbeter Jehovas auf der Erde übrigbleiben, dann bezieht sich Off 20:4-6 tatsächlich nur auf die Verstorbenen. Auch wenn mir das selbst nicht gefällt, könnte die Mitregentschaft davon abhängen, ob man in der großen Drangsal stirbt oder ob man sie überlebt.

    Vielleicht gibt es auch zwei Arten von Königen, weil ja auch auf der Erde Fürsten eingesetzt werden (Ps 45:16). Dann würden auch die Überlebenden zu Königen. Das würde bedeuten, dass alle Überlebenden hohe Verwaltungsposten auf der neuen Erde bekommen und sich die Prophezeiung auch an den irdischen Überlebenden in gewisser Hinsicht erfüllt.

    Es gibt genug Hinweise, dass gerechte Menschen auf der Erde weiterleben werden, also sollte man das auch in der Offenbarung wiederfinden können. Die Idee, dass auch alle Überlebenden zu Geistwesen werden, passt für mich nicht zum ursprünglichen Vorsatz Gottes für die Erde. Dann gäbe es ja erst mal gar keine Menschen mehr auf der Erde, weil die Anbeter des Tieres nicht im Buch des Lebens stehen und damit nicht überleben werden (Off 13:8; 17:8; 20:15).
    „Und wenn der Gerechte mit Mühe gerettet wird, was wird dann erst mit dem Gottlosen und dem Sünder passieren?“ (1 Pe 4:18)

    Um den Vorsatz Gottes zu verwirklichen braucht es auch eine gewisse Kontinuität. Sonst hätte er ja gleich noch mal neu mit zwei anderen Menschen anfangen können. Deshalb sollte die große Volksmenge tatsächlich die Überlebenden sein. Es ist leichter die Gegenargumente dafür zu entkräften, als umgekehrt die Hinweise auf eine Gruppe von Zweitgeboren mit irdischer Hoffnung im neuen Bund zu entkräften.

    Wenn ich die Bibel mit der Bibel auslege und dabei Prophezeiungen und prophetische Vorbilder beachte, dann komme ich zu dem Schluss, dass es eine zweite irdische Gruppe geben muss.

    Du darfst das anders sehen, aber mich überzeugen deine Argumente nicht. Die WT-Argumente sind es aber auch nicht. Nur wenn man die große Volksmenge als Teil des neuen Bundes auffasst, sind AT und NT in Harmonie.

  • Manfred
    Dezember 3, 2019

    07.01.20
    Lieber Salomo1,

    meine Frage an Dich war:

    Mit welchem Bibeltext willst Du begründen, dass die große Volksmenge nicht mit Christus 1.000 Jahre regieren darf, obwohl sie das Bild des wilden Tieres nicht angebetet hat?

    Und bitte zitiere nichts was man erweitert verstehen soll. Ich hätte gern ein Bibelbuch mit Kaptitel und Vers, wo das so drin steht. Wenn es so einen Text nicht gibt, dann aus gutem Grund. Die große Volksmenge ist die Braut Christi.

    Du hast Dir sehr viel Mühe gegeben, meine Frage nicht mit einem Bibeltext zu begründen. Somit bist Du mir die Antwort schuldig geblieben. Gott hat in der Bibel eine klare Aussage gemacht, wer das Bild des wilden Tieres nicht angebetet hat, wird mit Christus 1.000 Jahre regieren. Wer das Bild angebetet hat, wird mit Plagen gestraft werden.

    Obwohl das an sich eigentlich eine sehr eindeutige Aussage in Gottes Wort ist, relativierst Du diese mit 10 Punkten.
    Gott hat ganz zu Beginn der Menschheitsgeschichte schon einmal eine deutliche Aussage gegenüber dem ersten Menschen gemacht. Diese war ganz klar:

    „Und Jehova Gott gebot dem Menschen und sprach: Von jedem Baume des Gartens darfst du nach Belieben essen; aber von dem Baume der Erkenntnis des Guten und Bösen, davon sollst du nicht essen; denn welches Tages du davon issest, wirst du gewißlich sterben.“
    ‭‭1. Mose‬ ‭2:16-17‬ ‭ELB71‬‬

    Vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen essen = sterben
    Vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen nicht essen = nicht sterben

    Aber diese eindeutige klare Aussage wurde relativiert, das können wir hier lesen:

    „Und die Schlange war listiger als alles Getier des Feldes, das Jehova Gott gemacht hatte; und sie sprach zu dem Weibe: Hat Gott wirklich gesagt: Ihr sollt nicht essen von jedem Baume des Gartens? Und das Weib sprach zu der Schlange: Von der Frucht der Bäume des Gartens essen wir; aber von der Frucht des Baumes, der in der Mitte des Gartens ist, hat Gott gesagt, davon sollt ihr nicht essen und sie nicht anrühren, auf daß ihr nicht sterbet. Und die Schlange sprach zu dem Weibe: Mit nichten werdet ihr sterben! Sondern Gott weiß, daß, welches Tages ihr davon esset, eure Augen aufgetan werden und ihr sein werdet wie Gott, erkennend Gutes und Böses.“
    ‭‭1. Mose‬ ‭3:1-5‬ ‭ELB71‬‬

    Du kennst diese Geschichte doch auch und Du weißt wie sie ausgegangen sind. Adam und Eva glaubten nicht an die Worte Gottes und haben damit auf Sand gebaut. Willst Du das genauso handhaben und behaupten, obwohl die große Volksmenge das Bild des wilden Tieres nicht angebetet haben, dürfen sie dennoch nicht mit Christus 1.000 Jahre regieren? Es sind doch nicht meine Worte, es steht genauso in der Bibel geschrieben:

    „Und ich sah Throne, und sie saßen darauf, und es wurde ihnen gegeben, Gericht zu halten; und die Seelen derer, welche um des Zeugnisses Jesu und um des Wortes Gottes willen enthauptet waren, und die, welche das Tier nicht angebetet hatten, noch sein Bild, und das Malzeichen nicht angenommen hatten an ihre Stirn und an ihre Hand, und sie lebten und herrschten mit dem Christus tausend Jahre. Die übrigen der Toten wurden nicht lebendig, bis die tausend Jahre vollendet waren. Dies ist die erste Auferstehung. Glückselig und heilig, wer teilhat an der ersten Auferstehung! Über diese hat der zweite Tod keine Gewalt, sondern sie werden Priester Gottes und des Christus sein und mit ihm herrschen tausend Jahre.“
    ‭‭Offenbarung‬ ‭20:4-6‬ ‭ELB71‬‬

    Glaubst Du der eindeutigen Aussage in Gottes Wort oder nicht. Wenn Du alles immer erweitert verstehen willst, dann kann das auch in die Irre führen und man muss immer mehr Bibeltexte erweitert verstehen, weil es sonst immer weniger Sinn ergibt.

    Denn eins ist doch offensichtlich. Du konntest keinen Text anführen, der zeigt das die große Volksmenge, obwohl sie das Bild des wilden Tieres nicht anbetet, dennoch nicht dafür mit der Herrschaft mit Christus belohnt wird.

    Gibt Dir das denn gar nicht zu denken?

    Aber egal, jeder kann ja glauben was er will. Ich wünsche Dir einen schönen Abend.

    Liebe Grüße Manfred

  • Salomo1
    Dezember 3, 2019

    Hallo Manfred,

    ich zitiere dich mal. Du schreibst davon, dass Menschen fliehen, „In das Tal der Rettung, dass Jehova am Berg Zion schaffen wird indem er zwei Berge spalten wird. Am Berg Zion werden diese 144.000 als himmlische Stadt Jerusalem vom Himmel herabkommen und dann auf diesem Berg zusammen mit Jesus Christus stehen. Danach wird Jehova seine Zornschalen auf die Bösen der Welt ausschütten und das Gericht an seinem Tag, den Tag von Harmagedon vollziehen.
    Nachdem dies alles geschehen ist, werden die Gerechten Menschen aus diesem Tal herauskommen und sich wieder über die ganze Erde verteilen“

    Ich sehe da einen Unterschied zwischen denen, die ihre Gewänder gewaschen haben und denen, die ein neues (Hochzeits-)Gewand bekommen, zwischen denen, die die Stadt sind und denen die in die Stadt hineingehen. Die einen stehen auf dem Berg Zion, die anderen sind im Tal vor dem Berg Zion.

    Vor Harmagedon werden alle 144000 zu Geistwesen und werden in den geistigen Himmel zu Gott entrückt und kommen dann später als neues Jerusalem wieder herab.

    Die ihre Gewänder gewaschen haben, bleiben Menschen. Sie werden in dem Tal in Sicherheit gebracht. Da nicht sterben, brauchen sie auch an keiner Auferstehung teilhaben. Wie im letzten Kommentar erwähnt möchte das Tier sie zwar töten, aber es schafft es nicht (Off‬ ‭13:15‬ Hoffnung für alle; Neues Leben). Nach Harmagedon können die Evakuierten in die herabgekommene Stadt hineingehen und zu den Bäumen des Lebens gehen und erlangen so auch ewiges Leben.

    Letztendlich sehe ich in vielen Texten eine doppelte Erfüllung, die sich zum einen an den 144000 und in gewisser Hinsicht auch an der großen Volksmenge erfüllt.

    Was mich an der Idee stört, dass die 144000 und die große Volkmenge die gleichen sind, ist:

    1) Die einen sind Stamm für Stamm wie bei einer Volkszählung gezählt, die anderen unzählbar (Off 7:4-9).

    2) Die einen bekommen neue weiße Kleider, die anderen waschen ihre Kleider weiß (Off 7:14; 6:11; 19:7-9).

    3) Die Ähnlichkeit der GV in Off 7:14-17 und den Menschen aus Off 21:2-4. Das Zelt, die Braut kommt herab und auf der Erde sind noch Menschen.

    4) Sowohl im Himmel als auch auf der Erde wird Gott von einer großen Volksmenge gepriesen (Off 19:1-6; 5:13-14).

    5) Die 24 Ältesten können die 144000 repräsentieren, wenn man die Offenbarung als ein Schauspiel auffasst, das nach Harmagedon im Himmel aufgeführt wird. Dann ist es kein Problem, wenn Jesus und die 144000 in verschiedenen Szenen nochmals auftauchen.

    6) Nachdem die 144000 schon auf dem Berg Zion stehen und die Stunde des Gerichts gekommen ist, die mit dem Gericht an Babylon beginnt, werden noch weitere gute Menschen auf der Erde (in das Tal) eingesammelt (Off 14:1-8; 14-16).

    7) Nach Gottes Vorsatz sollten Menschen die Erde füllen und keine materialisierten Geistwesen. Also müssen Menschen Harmagedon überleben und auf der Erde weiter leben, um diesen Vorsatz zu erfüllen. Passenderweise hauptsächlich solche, die vorher schon Glauben hatten.

    8) Beim prophetischen Vorbild, dem Gesetzesbund, gab den Priesterstamm (als Ersatz für die Erstgeborenen), der kein Land erbte, sondern nur Städte und die anderen 12 Stämme, die das Land erbten. Analog sollte es auch im neuen Bund nicht nur 144000 Erstlinge (aus allen Stämmen) geben, sondern auch Nachgeborenen der 12 Stämme, die das Land erben. Die 12 Stämme gehören zum neuen Bund und bekommen auch ewiges Leben. Sie müssen schon vor Harmagedon eingesammelt werden, weil während der 1000 Jahre kein Toter zum ewigen Leben kommt, was der Fall wäre, wenn danach noch jemand in den neuen Bund aufgenommen würde.

    9) Die Israeliten aus Off 7 sind geistige Israeliten, weil der Stamm Levi zu den 12 Stämmen zählt und der Stamm Dan fehlt. Beim geistigen Israel wurden ungläubige Juden durch gläubige Menschen aus den Nationen ersetzt (Joh 8:39; Röm 2:28-29; 11:17-24; Gal 3:29). Aus den 12 Stämmen werden die 144000 Erstlinge herausgenommen, um für Gott abgesondert zu werden (4. Mose 3:12).

    10) In der prophetischen Beschreibung von Hesekiel gibt es im besonderen Beitrag neben dem Tempel noch eine nicht heilige Stadt, an dessen Toren die Namen der 12 Stämme Israels stehen (Hes 48:31; Off 21:12). Das neue Jerusalem hat deshalb einen himmlischen und einen irdischen Teil. Im irdischen Teil dienen Personen aus den 12 Stämmen Israels (Hes 48). Das sind die, welche ihre Kleider im Blut des Lammes gewaschen haben (Off 22:14).

    Es gibt einfach zu viel Hinweise auf zwei Gruppen mit unterschiedlicher Funktionalität, als dass ich glauben könnte, die große Volksmenge wäre nicht die Gruppe, die als Menschen auf der Erde bleiben, als Grundstock für eine neue gerechte Erde (2.Pe 3:12).

  • Manfred
    Dezember 3, 2019

    05.01.20
    Lieber Salomo1,

    was ich bei Dir nicht verstehe ist das folgende:

    Du sagst über die große Volksmenge, dass sie im Tempel dienen, priesterähnliche Tätigkeiten verrichten und jetzt sagst Du sogar, dass sie verwandelt und ebenfalls in die Wolken entrückt werden um später wieder auf die Erde zurück zu kommen.
    Das sind alles Bibeltexte, die von den Brüdern oder der Braut Christi handeln. Obwohl Du also diese Bibeltexte auch auf die große Volksmenge anwendest, soll es dennoch eine andere Gruppe als die 144.000 sein.

    Weiterhin schreibst Du:

    „Da vor der Offenbarung die irdische Hoffnung nicht enthüllt war, muss man 1. Kor 15:51 und 1.Thess 4:17 erweitert verstehen.“ -Zitat Ende.

    Liest Du denn meine Kommentare genau? Habe ich Dir nicht Ps. 37 zitiert, wo steht:

    Ps. 37:29; NWÜ:
    Die Gerechten selbst werden die Erde besitzen, Und sie werden immerdar darauf wohnen.

    Offensichtlich war die irdische Hoffnung schon vor der Offenbarung enthüllt, Du willst es nur nicht glauben weil es nicht zu Deiner Lehre passt. Da braucht man auch nichts erweitert zu verstehen, man müsste nur mal das lesen was in Gottes Wort steht und es auch akzeptieren.

    Bist Du schon mal auf die Idee gekommen, dass man die symbolische Zahl 144.000 gehört hat und dann eine große Volksmenge sah?

    „Und ich hörte die Zahl der Versiegelten: 144 000 Versiegelte, aus allen Stämmen der Kinder Israels.“
    ‭‭Offenbarung‬ ‭7:4‬ ‭SCH2000‬‬

    Wenn Du die Zahl 144.000 buchstäblich nimmst, dann können auch nur die Kinder Israels in den Genuss der Braut Christi kommen. Das glaubt ja noch nicht mal die Leitende Körperschaft. Denn dann müssten sich einige wenn nicht sogar alle aus ihrem Amt zurück ziehen. Tun sie aber nicht.

    Der aller wichtigste Punkt ist aber der, den ich Dir ganz am Ende meines Kommentares genannt habe und auf den Du nicht eingegangen bist, daher wiederhole ich den nochmal:

    Zitat aus dem vorherigen Kommentar von mir:
    Daher möchte ich Dich mit 2 Bibeltexten bekannt machen, die belegen, dass die große Volksmenge sterben und somit auch auferweckt werden muss. Ansonsten würde Gott gar nicht haben wollen, dass sie in seinem Tempel dienen. Im Gegenteil er würde sie sogar mit Plagen überziehen.

    Wie Du selbst sagst, ist die Offenbarung für die Zukunft geschrieben worden und das Wilde Tier und sein Bild tritt erst in der Endzeit in Erscheinung, so lies bitte:

    „Und es wurde ihm gegeben, dem Bild des Tieres einen Geist zu verleihen, sodass das Bild des Tieres sogar redete und bewirkte, dass alle getötet wurden, die das Bild des Tieres nicht anbeteten.“
    ‭‭Offenbarung‬ ‭13:15‬ ‭SCH2000‬‬

    Halten wir fest: Das wilde Tier tötet alle, die nicht sein Bild anbeten. Somit müssen die von Gott auferweckt werden und was macht Gott mit denen, die das Bild angebetet haben?

    „Und der erste ging hin und goss seine Schale aus auf die Erde; da entstand ein böses und schmerzhaftes Geschwür an den Menschen, die das Malzeichen des Tieres hatten und die sein Bild anbeteten.“
    ‭‭Offenbarung‬ ‭16:2‬ ‭SCH2000‬‬

    Welche Wahl hat denn die große Volksmenge um im Tempel dienen zu können? Sie darf das Bild des wilden Tieres nicht anbeten, was aber zur Folge hat, dass sie von eben diesem wilden Tier getötet werden. Denn wenn sie das wilde Tier anbeten würden, dürften sie auf keinen Fall in dem Tempel Gottes dienen, im Gegenteil. Gott straft sie dafür.

    Weißt du übrigens wie diejenigen belohnt werden, die das Bild des wilden Tieres nicht angebetet haben?

    „Und ich sah Throne, und sie setzten sich darauf, und das Gericht wurde ihnen übergeben; und [ich sah] die Seelen derer, die enthauptet worden waren um des Zeugnisses Jesu und um des Wortes Gottes willen, und die das Tier nicht angebetet hatten, noch sein Bild, und das Malzeichen weder auf ihre Stirn noch auf ihre Hand angenommen hatten; und sie wurden lebendig und regierten die 1 000 Jahre mit Christus.“
    ‭‭Offenbarung‬ ‭20:4‬ ‭SCH2000‬‬

    Die große Volksmenge hat überhaupt keine Wahl als zu den 144.000 zu gehören, ansonsten werden sie bestraft. Der Lohn dafür, dass sie das das wilde Tier nicht angebetet haben ist nämlich die 1.te Auferstehung und mit Christus 1.000 Jahre zu regieren.

    Hier kannst Du definitv keine dritte Möglichkeit ins Spiel bringen. Entweder betet man das Bild des wilden Tieres an oder nicht. – Zitat Ende.

    Um das nochmal deutlich hervorzuheben, unabhängig davon ob das wilde Tier buchstäblich oder sinnbildlich tötet, es geht darum dass man das Bild des wilden Tieres nicht anbeten darf. Denn sonst bekommt man die Plagen Gottes ab.

    „Und der erste ging hin und goss seine Schale aus auf die Erde; da entstand ein böses und schmerzhaftes Geschwür an den Menschen, die das Malzeichen des Tieres hatten und die sein Bild anbeteten.“
    ‭‭Offenbarung‬ ‭16:2‬ ‭SCH2000‬‬

    Und die Personen die das Bild nicht angebetet haben, dürfen mit Christus 1.000 Jahre regieren. Da steht übrigens nicht dabei ob es die große Volksmenge ist oder die 144.000. Jeder der das Bild des wilden Tieres nicht angebetet hat, wird so belohnt werden.

    Beantworte mir bitte eine einzige Frage:

    Mit welchem Bibeltext willst Du begründen, dass die große Volksmenge nicht mit Christus 1.000 Jahre regieren darf, obwohl sie das Bild des wilden Tieres nicht angebetet hat?

    Und bitte zitiere nichts was man erweitert verstehen soll. Ich hätte gern ein Bibelbuch mit Kaptitel und Vers, wo das so drin steht. Wenn es so einen Text nicht gibt, dann aus gutem Grund. Die große Volksmenge ist die Braut Christi.

    Also ich bin gespannt auf Deine Antwort.

    Liebe Grüße Manfred

  • Salomo1
    Dezember 3, 2019

    Hallo Manfred,

    ob tatsächlich alle umgebracht werden oder ob es nur versucht wird ist Interpretationsfrage:
    „Es gelang ihm sogar, der Statue Leben einzuhauchen. Sie begann zu sprechen und verlangte, dass jeder getötet werden sollte, der sie nicht verehrte und anbetete.“ (Hoffnung für alle; Neues Leben).

    Und nach dem von dir zitierten Text aus 1. Thessalonicher‬ ‭4:17, muss es Überlebende geben. Und das wird ja auch an anderer Stelle angedeutet (Off 13:10; 14:11-12; 11:13). Einige gehen nur in Gefangenschaft und sind nur in übertragenem Sinne tot.

    „jeder, der lebt und an mich glaubt, wird in Ewigkeit nicht sterben. Glaubst du das?“ (Joh 11:26 Schlachter)

    Da vor der Offenbarung die irdische Hoffnung nicht enthüllt war, muss man 1. Kor 15:51 und 1.Thess 4:17 erweitert verstehen. Die Überlebenden werden alle umgewandelt. Deshalb wird die große Volksmenge sofort zu menschlicher Vollkommenheit gelangen. Die große Volksmenge erlangt die Herrlichkeit des irdischen Jesus (Joh 1:14). Die große Volksmenge wird wohl auch zeitweilig in den Himmel (Atmosphäre, wo die Wolken sind) entrückt, um sie vor der Katastrophe von Armageddon in Sicherheit zu bringen, welche die ganze Erdoberfläche verbrennen wird (Mat 24:31, 2.Pe 3:5-7, 10, das ist wie die Sintflut buchstäblich zu verstehen, die Feuer in Australien sind da nur ein kleiner Vorgeschmack).

    Das entscheidende Argument ist für mich das Vorbild des alten Bundes, wo es auch zwei Gruppen gab (Heb 8:5). Und deshalb ist es für mich so wichtig, dass erkannt wird, dass die große Volksmenge im neuen Bund ist. Die bisherigen WT-Argumente sind nicht wirklich überzeugend.

  • Manfred
    Dezember 3, 2019

    03.01.20
    Lieber Salomo1,

    ich muss sagen, Du überraschst mich mal wieder. Neben einer 2.ten Hoffnung erfindest Du nun noch ein dritte Gruppe von Menschen. Jesus sagte: Es gibt eine Auferstehung der Gerechten und der Ungerechten! Zwei Gruppen, von einer dritten spricht Jesus nicht. Da Jesus der Sohn Gottes ist, wüsste er es doch am ehesten, wenn es eine dritte Gruppe gäbe, oder?

    Mir ist natürlich klar warum Du sagst, dass die große Volksmenge überhaupt nicht auferweckt wird. Es ist Dir bewusst geworden, wenn Du mir antwortest:

    1.Die große Volksmenge hat an der 1.ten Auferstehung teil, dann gehören sie gemäß Off. 20:4-6 zu der Gruppe, die mit Christus 1.000 Jahre als Könige regieren. Was laut Deiner Ansicht ja nur die 144.000 sein können.

    somit bleibt nur Möglichkeit 2:

    2.Die große Volksmenge gehört nicht zur 1.ten Auferstehung, was dann zur Folge hat, dass sie nicht in dem himmlischen Jerusalem, im Tempel dienen können. Denn in Off.21 steht:

    23„Und die Stadt bedarf nicht der Sonne, noch des Mondes, dass sie in ihr scheinen; denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm.

    27 Und es wird niemals jemand in sie hineingehen, der verunreinigt, noch jemand, der Gräuel und Lüge verübt, sondern nur die, welche geschrieben stehen im Buch des Lebens des Lammes.“
    ‭‭Offenbarung‬ ‭21:23, 27‬ ‭SCH2000‬‬

    Du hast also erkannt, dass Deine Sichtweise über die große Volksmenge nicht haltbar ist. Entweder dienen sie im Tempel, dann müssen sie an der 1.ten Auferstehung teilhaben und zu den 144.000 gehören oder sie haben nicht an der 1.ten Auferstehung teil, dann kommen sie nicht in die Stadt rein und können somit nicht im Tempel dienen.

    Um Deine Aussage nun zu stützen, erfindest Du eine dritte Gruppe von Menschen, die eben nicht auferweckt werden müssen und somit weder zu den Gerechten, noch den Ungerechten gehören. Ok, soweit so gut.

    Da Du ja in einem früheren Kommentar die Bücher Mat. bis Judas als nicht absolut zu betrachten siehst, ist Dir dann wahrscheinlich egal was in 1.Kor. 15 steht, ich zitiere mal ein paar Verse daraus:

    „Denn weil der Tod durch einen Menschen kam, so kommt auch die Auferstehung der Toten durch einen Menschen; denn gleichwie in Adam alle sterben, so werden auch in Christus alle lebendig gemacht werden. Ein jeder aber in seiner Ordnung: Als Erstling Christus; danach die, welche Christus angehören, bei seiner Wiederkunft; danach das Ende, wenn er das Reich Gott, dem Vater, übergeben wird, wenn er jede Herrschaft, Gewalt und Macht beseitigt hat.“
    ‭‭1. Korinther‬ ‭15:21-24‬ ‭SCH2000‬‬

    „Aber jemand könnte einwenden: Wie sollen die Toten auferstehen? Und mit was für einem Leib sollen sie kommen? Du Gedankenloser, was du säst, wird nicht lebendig, wenn es nicht stirbt!

    So ist es auch mit der Auferstehung der Toten: Es wird gesät in Verweslichkeit und auferweckt in Unverweslichkeit; es wird gesät in Unehre und wird auferweckt in Herrlichkeit; es wird gesät in Schwachheit und wird auferweckt in Kraft; es wird gesät ein natürlicher Leib, und es wird auferweckt ein geistlicher Leib. Es gibt einen natürlichen Leib, und es gibt einen geistlichen Leib. So steht auch geschrieben: Der erste Mensch, Adam, »wurde zu einer lebendigen Seele«; der letzte Adam zu einem lebendigmachenden Geist. Aber nicht das Geistliche ist das Erste, sondern das Natürliche, danach [kommt] das Geistliche. Der erste Mensch ist von der Erde, irdisch; der zweite Mensch ist der Herr aus dem Himmel. Wie der Irdische beschaffen ist, so sind auch die Irdischen; und wie der Himmlische beschaffen ist, so sind auch die Himmlischen. Und wie wir das Bild des Irdischen getragen haben, so werden wir auch das Bild des Himmlischen tragen.“
    ‭‭1. Korinther‬ ‭15:35-36, 42-49‬ ‭SCH2000‬‬

    Der Gedanke in diesem Text ist, dass durch Adam alle sterben und nur durch Christus alle lebendig werden. Es wird eindeutig gesagt:

    Du Gedankenloser, was du säst, wird nicht lebendig, wenn es nicht stirbt!

    Du wirst jetzt wahrscheinlich sagen, das bezieht sich nur auf die Braut Christi (144.000). Zum Zeitpunkt der 1.ten Auferstehung ist das richtig. Es betrifft nur die Braut Christi. Die große Volksmenge muss aber auch sterben, damit sie danach leben kann. Es geht nicht ohne Auferstehung. Das zeigt auch ein weiterer Text aus 1.Kor. 15:

    „Das aber sage ich, Brüder, dass Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht erben können; auch erbt das Verwesliche nicht die Unverweslichkeit. Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden zwar nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden, plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune; denn die Posaune wird erschallen, und die Toten werden auferweckt werden unverweslich, und wir werden verwandelt werden. Denn dieses Verwesliche muss Unverweslichkeit anziehen, und dieses Sterbliche muss Unsterblichkeit anziehen. Wenn aber dieses Verwesliche Unverweslichkeit anziehen und dieses Sterbliche Unsterblichkeit anziehen wird, dann wird das Wort erfüllt werden, das geschrieben steht: »Der Tod ist verschlungen in Sieg!“
    ‭‭1. Korinther‬ ‭15:50-54‬ ‭SCH2000‬‬

    Auch die Körper der großen Volksmenge müssen verwandelt werden, ansonsten können sie nicht ewig leben, was ja die Voraussetzung ist, dass sie überhaupt im Tempel dienen dürfen. Und jetzt noch der Paralleltext aus 1.Thes. 4, der genau zeigt wer damit gemeint ist, der verwandelt wird:

    „Ich will euch aber, Brüder, nicht in Unwissenheit lassen über die Entschlafenen, damit ihr nicht traurig seid wie die anderen, die keine Hoffnung haben. Denn wenn wir glauben, dass Jesus gestorben und auferstanden ist, so wird Gott auch die Entschlafenen durch Jesus mit ihm führen. Denn das sagen wir euch in einem Wort des Herrn: Wir, die wir leben und bis zur Wiederkunft des Herrn übrig bleiben, werden den Entschlafenen nicht zuvorkommen; denn der Herr selbst wird, wenn der Befehl ergeht und die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallt, vom Himmel herabkommen, und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen. Danach werden wir, die wir leben und übrig bleiben, zusammen mit ihnen entrückt werden in Wolken, zur Begegnung mit dem Herrn, in die Luft, und so werden wir bei dem Herrn sein allezeit.“
    ‭‭1. Thessalonicher‬ ‭4:13-17‬ ‭SCH2000‬‬

    Hier geht es um die Entrückung der Braut Christi. Zu dem auch die Personen gehören, die bis zur Wiederkunft von Jesus noch am Leben sind, was eigentlich bedeutet, dass sie keiner buchstäblichen Auferstehung bedürfen. Um ewig leben zu können, muss aber ihr Leib verwandelt werden was der 1.ten Auferstehung entspricht. Also die große Volksmenge die bis zur Wiederkunft von Jesus am Leben ist, muss auch verwandelt werden, sonst würde sie niemals ewig leben können.

    Nun ist mir aber bewusst, dass du die vorgenannten Bibelbücher aus 1.Kor. und 1.Thes. nicht als absolut betrachtest. Bei der Offenbarung, die zwar eindeutig symbolisch geschrieben worden ist, siehst Du das anders. Weil nur durch die Offenbarung erst eine 2.te Hoffnung möglich wurde, was den Aposteln bis dahin verborgen war. Soweit so gut.

    Daher möchte ich Dich mit 2 Bibeltexten bekannt machen, die belegen, dass die große Volksmenge sterben und somit auch auferweckt werden muss. Ansonsten würde Gott gar nicht haben wollen, dass sie in seinem Tempel dienen. Im Gegenteil er würde sie sogar mit Plagen überziehen.

    Wie Du selbst sagst, ist die Offenbarung für die Zukunft geschrieben worden und das Wilde Tier und sein Bild tritt erst in der Endzeit in Erscheinung, so lies bitte:

    „Und es wurde ihm gegeben, dem Bild des Tieres einen Geist zu verleihen, sodass das Bild des Tieres sogar redete und bewirkte, dass alle getötet wurden, die das Bild des Tieres nicht anbeteten.“
    ‭‭Offenbarung‬ ‭13:15‬ ‭SCH2000‬‬

    Halten wir fest: Das wilde Tier tötet alle, die nicht sein Bild anbeten. Somit müssen die von Gott auferweckt werden und was macht Gott mit denen, die das Bild angebetet haben?

    „Und der erste ging hin und goss seine Schale aus auf die Erde; da entstand ein böses und schmerzhaftes Geschwür an den Menschen, die das Malzeichen des Tieres hatten und die sein Bild anbeteten.“
    ‭‭Offenbarung‬ ‭16:2‬ ‭SCH2000‬‬

    Welche Wahl hat denn die große Volksmenge um im Tempel dienen zu können? Sie darf das Bild des wilden Tieres nicht anbeten, was aber zur Folge hat, dass sie von eben diesem wilden Tier getötet werden. Denn wenn sie das wilde Tier anbeten würden, dürften sie auf keinen Fall in dem Tempel Gottes dienen, im Gegenteil. Gott straft sie dafür.

    Weißt du übrigens wie diejenigen belohnt werden, die das Bild des wilden Tieres nicht angebetet haben?

    „Und ich sah Throne, und sie setzten sich darauf, und das Gericht wurde ihnen übergeben; und [ich sah] die Seelen derer, die enthauptet worden waren um des Zeugnisses Jesu und um des Wortes Gottes willen, und die das Tier nicht angebetet hatten, noch sein Bild, und das Malzeichen weder auf ihre Stirn noch auf ihre Hand angenommen hatten; und sie wurden lebendig und regierten die 1 000 Jahre mit Christus.“
    ‭‭Offenbarung‬ ‭20:4‬ ‭SCH2000‬‬

    Die große Volksmenge hat überhaupt keine Wahl als zu den 144.000 zu gehören, ansonsten werden sie bestraft. Der Lohn dafür, dass sie das das wilde Tier nicht angebetet haben ist nämlich die 1.te Auferstehung und mit Christus 1.000 Jahre zu regieren.

    Hier kannst Du definitv keine dritte Möglichkeit ins Spiel bringen. Entweder betet man das Bild des wilden Tieres an oder nicht. Wenn Du jetzt auf die Idee kommst, dass es sich hierbei um Personen handelt, die das wilde Tier nicht mit vollem Herzen angebetet haben, sondern nur teilweise und deshalb weder belohnt noch bestraft werden, dann möchte ich Dir diesen Text ans Herz legen:

    „Und dem Engel der Gemeinde von Laodizea schreibe: Das sagt der »Amen«, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Ursprung der Schöpfung Gottes: Ich kenne deine Werke, dass du weder kalt noch heiß bist. Ach, dass du kalt oder heiß wärst! So aber, weil du lau bist und weder kalt noch heiß, werde ich dich ausspeien aus meinem Mund.“
    ‭‭Offenbarung‬ ‭3:14-16‬ ‭SCH2000‬‬

    Auf zwei Seiten zu hinken, ist demnach keine Lösung um am Ende belohnt zu werden. Die fällt somit weg. Eine weitere Möglichkeit gibt es nicht.

    Entweder
    heiß oder kalt
    gut oder böse
    Gerecht oder Ungerecht
    lebendig oder tot

    Oder wie ist Deine Meinung zu den angeführten Bibeltexten?

    Liebe Grüße Manfred

  • Salomo1
    Dezember 3, 2019

    Hallo Manfred,

    die große Volksmenge nimmt an gar keiner Auferstehung teil, weil sie die Überlebenden sind. Sie gehören auch nicht zu den Toten, die erst am Ende der 1000 Jahre zum ewigen Leben kommen. Sie leben buchstäblich und sind auch schon geistig zum Leben gekommen (Joh 5:24). Sie sind wie die 144000 im neuen Bund und werden unmittelbar zu menschlicher Vollkommenheit und zum ewigen Leben gelangen. Wenn das neue Jerusalem herabgekommen ist, gehen sie hinein und pflücken die Blätter von den Bäumen, um damit die auferstehenden Nationen zu heilen. Und damit haben sie auch eine Art priesterliche Funktion.

    Ich kann dir sogar teilweise bei den 144000 Recht geben. Sie werden zwar als Geistgeschöpfe auferweckt, weil Braut und Bräutigam von gleicher Natur sein sollten und die Braut ja vom Himmel herabkommt. Aber sie werden sich während der 1000 Jahre zeitweise in menschlicher Gestalt materialisieren, z.B. beim großen Hochzeitsfest, zu dem die große Volksmenge von Braut und Bräutigam eingeladen ist (Off 19:7-9; Off 22:17). Eine Braut wird nicht zum Abendessen eingeladen, sondern ist Gastgeber. Beim Fest werden dann alle zusammen sein und feiern und Jesus wird mit ihnen Wein trinken (Luk 22:18).

  • Manfred
    Dezember 3, 2019

    Lieber Salomo1,

    ich habe mal eine Frage an Dich, damit wir nicht aneinander vorbeireden:

    Glaubst Du dass die große Volksmenge an der 1.ten Auferstehung teilhat (am Anfang der 1.000 Jahre) oder das sie bis zum Ende der 1.000 Jahre warten muss um zum ewigen Leben zu gelangen (also 2.te Auferstehung)?

    Liebe Grüße Manfred

  • Salomo1
    Dezember 3, 2019

    Hallo Manfred,

    in Offenbarung‬ ‭3:12 geht es um Dinge die im ersten Jahrhundert sind (Off 1:19), um diejenigen, die Säulen im Tempel werden sollen, die also Bausteine des Tempels selbst sind (1. Pe 2:5) Sie wurden auf den Aposteln aufgebaut und die Grundlage des neuen Jerusalems sind die 12 Apostel (Eph 2:20-22; Off 21:14). Die Apostel und die darauf aufgebauten 144000 bilden also den Tempel (1.Kor 3:16). In diesen Tempel, bzw. in seinen Vorhof, kann die große Volksmenge dann hineingehen und dort dienen, wie Anna, im alten Tempel (Luk 2:36-37). Das Zelt, das über die große Volksmenge ausgebreitet wird, ist ja das neue Jerusalem (Off 7:15; 21:2,3). Die große Volksmenge ist nicht das Zelt, sondern sie dient im Zelt. Wenn das Zelt, die Braut oder das Neue Jerusalem herabgekommen ist, dann können diejenigen, welche ihre Gewänder gewaschen haben, durch die Tore in die Stadt hineingehen (Off 22:14). Sie sind nicht die Stadt der 144000, sondern dienen in der Stadt. Das Bild ist deutlich, einerseits die Stadt, deren grundlegender Teil die Apostel sind, und andererseits diejenigen, die durch die Tore hineingehen.

    Die Erkenntnis über den Heilsplan Gottes war vor der Offenbarung noch nicht vollständig. Erst durch die Offenbarung wurde Gottes Plan für die Endzeit enthüllt. Von Matthäus bis Judas wird nur damalige geoffenbarte Willen Gottes bezüglich des Tempels dargestellt, als gäbe es nichts anderes, weil der heilige Geist damals nichts Weiteres geoffenbart hatte. Es durch die Offenbarung wird klar, dass es zwei Gruppen gibt. Eine, die den Tempel bildet und eine, die im Tempel dient. Und erst als die Zeit für die Erfüllung gekommen war, wurde dies auch verstanden.

    Man darf die Aussagen von Mat-Jud deshalb nicht absolut nehmen, sondern sie waren der damalige Stand der Erkenntnis und des faktischen Geschehens. Damals hatten sie volle Gültigkeit. Es war die damalige „Gegenwart“ (Off 1:19 Gute Nachricht). Aber die Offenbarung zeigt durch Zeichen an, dass in der „Zukunft“ es neben der Ernte der 144000 Erstlinge, noch eine weitere Ernte geben wird. Die Erkenntnis im 1. Jahrhundert war also nur eine Teilwahrheit, die vollständige Erkenntnis lag noch in der Zukunft (1.Kor 13:9, 10). Diese mögliche Relativierung der Aussagen des NT wurde auch mir erst jetzt so richtig deutlich. Vorher fand ich das noch nicht so stimmig.

    Die Aussagen aus Mat-Jud werden aber gerne absolut gesehen, so dass auch der WTG nicht klar ist, dass der neue Bund nicht nur Priester hervorbringt, sondern auch die Nicht-Priester der 12 Stämme Israels, die das Land erben werden.

  • Manfred
    Dezember 3, 2019

    Lieber Salomo1,

    mal abgesehen davon, dass Du bei Deiner Antwort an mich außer Acht gelassen hast, dass Gott gewusst haben muss, wieviele Hoffnungen es gibt, hast Du leider noch einen gravierenden Punkt unter den Tisch fallen lassen.

    Du schreibst:
    „Und die Könige der Erde und die Großen und die Obersten und die Reichen und die Mächtigen und jeder Sklave und Freie verbargen sich in die Höhlen und in die Felsen der Berge; 16 und sie sagen zu den Bergen und zu den Felsen: Fallt auf uns und verbergt uns vor dem Angesicht dessen, der auf dem Thron sitzt, und vor dem Zorn des Lammes! 17 Denn gekommen ist der große Tag ihres Zorns. Und wer vermag zu bestehen?“ (Off 6:15-17)

    Alle sind vor dem Thron, aber nur die große Volksmenge kann vor dem Thron (be)stehen!

    Möchtest Du damit sagen, dass auch diese Menschen, die sich vor dem Angesicht Gottes verbergen wollen in seinem Tempel dienen, weil sie auch vor dem Thron stehen? Da die Erde sein Fusschemel ist, steht eigentlich jeder vor seinem Thron. Aber nur bei der großen Volksmenge steht:

    „Darum sind sie vor dem Throne Gottes und dienen ihm Tag und Nacht in seinem Tempel; und der auf dem Throne sitzt, wird sein Zelt über ihnen errichten.“
    ‭‭Offenbarung‬ ‭7:15‬ ‭ELB71‬‬

    und dienen ihm Tag und Nacht in seinem Tempel;

    Und mit diesem Versteil kannst Du eine weitere Parallele zu Off. 3 ziehen:

    „Wer überwindet, den werde ich zu einer Säule machen in dem Tempel meines Gottes, und er wird nie mehr hinausgehen; und ich werde auf ihn schreiben den Namen meines Gottes und den Namen der Stadt meines Gottes, des neuen Jerusalem, das aus dem Himmel herniederkommt von meinem Gott, und meinen neuen Namen.“
    ‭‭Offenbarung‬ ‭3:12‬ ‭ELB71‬‬

    Nur über die große Volksmenge wird gesagt, dass sie IN dem Tempel dienen. Und wie Du siehst wird jener nie mehr aus dem Tempel hinausgehen und es geht hier um die Braut Christi. Derjenige der im Tempel dient, gehört zur Braut und ist ein Teil des himmlischen Jerusalem.

    So steht es in Gottes Wort geschrieben und so glaube ich es. Ich glaube weder dem Offenbarungsbuch der Organisation noch jedem anderen Offenbarungsbuch, wenn es nicht das lehrt was in der Bibel geschrieben steht.

    Aussagen der Bibel, die einem unbequem sind einfach wegzulassen, nur das man seine eigene Lehre, die dann wohl offensichtlich nicht bibelkonform ist zu unterstützen, halte ich nicht nur für falsch, sondern auch für unnütz. Denn im Endeffekt wird es so kommen, wie Gott es möchte und nicht so wie wir es uns vorstellen.

    Wenn Du weiter an 2 Hoffnung glauben möchtest und auch davon ausgehst, dass die 144.000 und die große Volksmenge zwei unterschiedliche Gruppen sind, so kannst Du das gerne tun.

    Ich für meinen Teil werde dabei bleiben, dass es nur 1 Hoffnung hier auf der Erde im Paradies gibt, von denen die Gerechten am Anfang der 1.000 Jahre untersterblich sind. Die Ungerechten werden am Ende der 1.000 Jahre aufgrund ihrer Werke gerichtet und können dann durch die 2.te Auferstehung zum ewigen Leben kommen.

    Nach den 1.000 Jahren sind dann alle gleich und leben ewig. Die Gerechten erreichen somit nur früher das Ziel (Hoffnung), aber das Ziel oder die Hoffnung ist das gleiche. Ewiges Leben hier auf der Erde.

    Liebe Grüße Manfred

  • Salomo1
    Dezember 3, 2019

    Manfred: „Das ist die gleiche Logik mit der die Organisation behauptet, dass Jesus der 1.te Apokalyptische Reiter ist.“

    Wenn du die Parallelen auseinander reißt, kannst du vieles in die Bibel hineinlegen.
    Wenn du sie zusammen nimmst, kannst du die Bibel mit der Bibel auslegen.

    Manfred: „Wie können die 144.000 jedoch vor sich selbst stehen?“

    Die Offenbarung ist ein Schauspiel das am Tag des Herrn, also jenseits von Harmagedon aufgeführt wird. In der Mitte ist die Bühne und ringsherum stehen Engel und schauen zu. Gespielt wird die Geschichte der Endzeit im Rückblick. Die 24 Ältesten repräsentieren die nun bereits regierenden 144000. Die Buchrolle ist das Schauspiel selbst. Der Inhalt, der jeweils beim Öffnen eines Siegels frei wird, wird jeweils in einer Szene dargestellt. Nachdem die Rolle ganz offen ist, wird sie dem Johannes zum Essen gegeben. Danach wird das Kleingedruckte auf der Rückseite in verschiedenen Szenen dargestellt. Dabei sehen Jesus und die 24 Ältesten ihre eigene Geschichte in verschiedenen Szenen, die von Schauspielern dargestellt werden. Deshalb können die Darsteller der 144000 vor den 24 Ältesten singen. Man muss also die zukünftige Gegenwart, von der dann dargestellten Vergangenheit unterscheiden.

    Manfred: … und der auf dem Throne sitzt, wird sein Zelt über ihnen errichten. Sie werden nicht mehr hungern, auch werden sie nicht mehr dürsten, noch wird je die Sonne auf sie fallen, noch irgend eine Glut; denn das Lamm, das in der Mitte des Thrones ist, wird sie weiden und sie leiten zu Quellen der Wasser des Lebens, und Gott wird jede Träne abwischen von ihren Augen.“
    ‭‭Offenbarung‬ ‭7:13-17‬ ‭ELB71‬‬
    „Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, aus dem Himmel von Gott herabkommen, bereitet wie eine für ihren Mann geschmückte Braut. 3 Und ich hörte eine laute Stimme vom Thron her sagen: Siehe, das Zelt Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen[1], und sie werden sein Volk[2] sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott. 4 Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein,“ Offenbarung‬ ‭21:2-4

    Das Zelt, das Gott über der großen Volksmenge errichtet, ist das neue Jerusalem. Wenn die Braut als neues Jerusalem vom Himmel herabgekommen ist, dann können diejenigen, die ihre Gewänder gewaschen haben hineingehen. (Off 22:14)

    „Und die Könige der Erde und die Großen und die Obersten und die Reichen und die Mächtigen und jeder Sklave und Freie verbargen sich in die Höhlen und in die Felsen der Berge; 16 und sie sagen zu den Bergen und zu den Felsen: Fallt auf uns und verbergt uns vor dem Angesicht dessen, der auf dem Thron sitzt, und vor dem Zorn des Lammes! 17 Denn gekommen ist der große Tag ihres Zorns. Und wer vermag zu bestehen?“ (Off 6:15-17)

    Alle sind vor dem Thron, aber nur die große Volksmenge kann vor dem Thron (be)stehen!

    Es würde den Rahmen sprengen, wenn ich hier noch mehr Erklärungen zur Offenbarung gebe. Wenn jemand mehr wissen will, kann er sich ja das Offenbarungs-Buch von Tirz beschaffen, da wird vieles schon ganz gut dargelegt. Ex-Zeugen werden es aber nicht mögen, weil es trotz unterschiedlicher Lehren immer noch zu WT-freundlich und damit unannehmbar ist. Das können sie sich deshalb ersparen.

  • Manfred
    Dezember 3, 2019

    Lieber Salomo1,

    Du schreibst: „das mit der „zweiten Hoffnung“ war den Aposteln unbekannt und deshalb haben sie in den Evangelien und den Briefen nichts darüber geschrieben.“

    Das ist völlig egal, ob es den Aposteln bekannt war. Gott ist der Autor der Bibel und dem war es bekannt. Du kennst doch sicherlich diesen Text:

    Ps. 37:29; NWÜ:
    Die Gerechten selbst werden die Erde besitzen, Und sie werden immerdar darauf wohnen.

    Und diesen Text:

    „und die Hoffnung zu Gott habe, welche auch selbst diese annehmen, daß eine Auferstehung sein wird, sowohl der Gerechten als der Ungerechten.“
    ‭‭Apostelgeschichte‬ ‭24:15‬ ‭ELB71‬‬

    Es gibt nur eine Auferstehung der Gerechten und der Ungerechten. Wenn die Gerechten die Erde besitzen und immerdar darauf wohnen, kommen dann die Ungerechten in den Himmel? Weil die Gerechten bleiben ja auf der Erde.

    Ist das dann aber gerecht, wenn die Gerechten auf der Erde bleiben, während die Ungerechten in den Himmel kommen? Oder wäre es nicht so, dass dann einfach alle auf der Erde bleiben?

    Wusste Gott etwa selbst noch nicht, dass es später mal eine zweite Hoffnung geben würde? Warum hat er in Psalm nicht schreiben lassen, dass die Gerechten in den Himmel kommen??? Wie gesagt, eine Bibelauslegung muss in alle Richtungen passen, wenn das nicht möglich ist, ist es falsch.

    Weiter schreibst Du:
    „2) Die 144000 haben Harfen in den Händen.
    Die 24 Ältesten haben Harfen in den Händen. Diese sind Könige im Himmel.“

    Das ist die gleiche Logik mit der die Organisation behauptet, dass Jesus der 1.te Apokalyptische Reiter ist. Die Begründung lautet nämlich: Weil er auf einem weißen Pferd sitzt. Doch in Off. 19 sitzen auch die Engel auf weißen Pferden.

    Nur weil die 24 Älteste Harfen haben, müssen es nicht die 144.000 sein. Denn offensichtlich gibt es mind. 24 Harfen. Wenn die 144.000 auch welche haben, gibt es noch deutlich mehr. Harfen kann es viele geben, aber ist das ein Beweis das es sich hierbei um Menschen handelt die schon auferweckt wurden? Eher nicht, denn außer Jesus ist noch niemand zu himmlischen Leben auferweckt worden und außerdem gibt es noch diesen Bibeltexte:

    Off. 14:1-5
    Und ich sah, und siehe, das Lamm stand auf dem Berg Zion und mit ihm hundertvierundvierzigtausend, die seinen Namen und den Namen seines Vaters auf ihrer Stirn geschrieben trugen. 2 Und ich hörte ein Geräusch aus dem Himmel wie das Rauschen vieler Wasser und wie das Geräusch eines lauten Donners; und die Stimme, die ich hörte, war wie von Sängern, die sich, Harfe spielend, auf ihren Harfen begleiteten. 3 Und sie singen gleichsam ein neues Lied vor dem Thron und vor den vier lebenden Geschöpfen und den Ältesten; und niemand konnte dieses Lied meistern als nur die hundertvierundvierzigtausend, die von der Erde erkauft worden sind. 4 Diese sind es, die sich nicht mit Frauen befleckt haben; in der Tat, sie sind jungfräulich. Diese sind es, die dem Lamm beständig folgen, ungeachtet wohin es geht. Diese wurden als Erstlinge aus den Menschen für Gott und für das Lamm erkauft, 5 und in ihrem Mund wurde keine Unwahrheit gefunden; sie sind ohne Makel.

    Wenn man den Text genau liest, dann stellt man fest, dass Jesus zusammen mit den 144.000 auf dem Berg Zion steht und somit stehen Sie VOR dem Thron und VOR den vier lebenden Geschöpfen und VOR den Ältesten.

    Wie können die 144.000 jedoch vor sich selbst stehen?

    Wenn man aber meint, nur der Teil der 144.000 steht auf dem Berg Zion, der in der Endzeit lebt und die anderen, die bereits auferweckt wurden, sind diejenigen der 144.000, die als die Gruppe der 24 Älteste auf Thronen sitzen, dann hat man aber das Problem, dass auf dem Berg keine buchstäblichen 144.000 Personen stehen können. Denn das kann ja dann nur noch der Überrest der Gesalbten sein und dass müssten deutlich weniger sein, da seit dem Ausgießen des Heiligen Geistes zu Pfingsten 33 u.Z. mehr Gesalbte gestorben sind, als nun in der Endzeit am Leben sind.

    Das ist ein Auszug aus dem Artikel: “DIE 24 ÄLTESTEN“
    Da gibt es noch weitere Erläuterungen, die zeigen warum die 24 Ältesten nicht die 144.000 sein können. Den findest Du auch über die Such Funktion.

    Zu Punkt 5 schreibst Du:
    Nachdem die 144000 schon mit Jesus auf dem Berg Zion stehen, erntet Jesus noch eine weitere Gruppe ein, die der großen Volksmenge aus Off 7 entspricht (Off 14:14-16)

    Dabei lässt Du ausser Acht, dass die Offenbarung nicht chronologisch geschrieben wurde. Denn wie können die 144.000 in Off. 7 und 14 bereits auf dem Berg Zion stehen, wenn sie doch erst in Off. 21. vom Himmel herabkommen?

    Und warum sieht man in Off.7 bereits die Große Volksmenge, wenn diese erst in Off. 14 geerntet wird, NACHDEM die 144.000 auf dem Berg Zion stehen?

    Zu Deinem Schlusssatz möchte ich die Beglückwünschen, denn Du schreibst:

    „Es gibt zwar nicht einen Text, der allein zeigt, dass die 144000 mit Christus im Himmel regieren, aber die Parallelen zeigen, dass die 144000 die Braut Christi sind, die mit ihm regieren werden. Sie sind zunächst im Himmel, aber dann kommt das neue Jerusalem herab. Von daher dürften sie sich während der 1000 Jahre auch auf der Erde materialisieren.“

    1. Du gibst zu, dass es diesen Text nicht gibt.
    2. Ja es stimmt, die Parallelen zeigen dass es sich um die Braut Christi handelt.
    3. Du stimmst zu, dass die Braut auch wieder auf die Erde kommt.

    Gerade der letzte Punkt wird von der Organisation heftigst bestritten. Also vielen Dank für Deine Ehrlichkeit.

    Zu deinen Punkten 3 und 4 führst Du die Parallelen an, warum die 144.000 die Braut Christi sind, aus denen man das erkennen kann. Aber warum akzeptierst Du den einzigen wirklichen buchstäblichen Bibeltext nicht, der in der genau so da steht? Du ziehst richtige Parallelen zu den 144.000 obwohl Du weißt, dass es keinen Text gibt, der besagt das Sie diejenigen sind, die vor dem Throne Gottes stehen und ihm im Tempel dienen und leugnest den Text den es in der Bibel gibt. Es gibt nämlich einen Text, der besagt wer Gott im Tempel dient. Lies selbst:

    „Und einer von den Ältesten hob an und sprach zu mir: Diese, die mit weißen Gewändern bekleidet sind, wer sind sie, und woher sind sie gekommen? Und ich sprach zu ihm: Mein Herr, du weißt es. Und er sprach zu mir: Dies sind die, welche aus der großen Drangsal kommen, und sie haben ihre Gewänder gewaschen und haben sie weiß gemacht in dem Blute des Lammes. Darum sind sie vor dem Throne Gottes und dienen ihm Tag und Nacht in seinem Tempel; und der auf dem Throne sitzt, wird sein Zelt über ihnen errichten. Sie werden nicht mehr hungern, auch werden sie nicht mehr dürsten, noch wird je die Sonne auf sie fallen, noch irgend eine Glut; denn das Lamm, das in der Mitte des Thrones ist, wird sie weiden und sie leiten zu Quellen der Wasser des Lebens, und Gott wird jede Träne abwischen von ihren Augen.“
    ‭‭Offenbarung‬ ‭7:13-17‬ ‭ELB71‬‬

    Es geht hier um die große Volksmenge die aus der Drangsal kommt und genau über die steht geschrieben:

    Darum sind sie vor dem Throne Gottes und dienen ihm Tag und Nacht in seinem Tempel; und der auf dem Throne sitzt, wird sein Zelt über ihnen errichten.

    Über die 144.000 gibt es diesen Text nicht, über die große Volksmenge schon. Das sollte einen zum nachdenken bringen.

    In diesem Sinne wünsche ich Dir einen schönen Abend.

    Liebe Grüße Manfred

  • Salomo1
    Dezember 3, 2019

    Hallo Manfred,

    das mit der „zweiten Hoffnung“ war den Aposteln unbekannt und deshalb haben sie in den Evangelien und den Briefen nichts darüber geschrieben. Gottes Heilsplan war zu dieser Zeit noch nicht vollständig geoffenbart. Das ist ganz typisch, dass Gott erst nach und nach die Details enthüllt. Erst in der Offenbarung wurde der Plan für die Endzeit durch Zeichen dargelegt und auch dann noch nicht gleich verstanden. Dass die Apostel nur die himmlische Bestimmung kannten, bedeutet also nicht, dass es keine irdische Bestimmung gibt. Im Prinzip gibt es aber auch nur eine Hoffnung, nämlich die Hoffnung auf ewiges Leben im Paradies, das einen irdischen und einen himmlischen Teil hat.

    Um die Offenbarung zu entschlüsseln, muss man die Parallelen zusammenbringen. Dazu habe unten ja schon einiges geschrieben.
    Um zu verstehen, wer die 144000 sind, muss man zunächst erst mal die Parallelen aus Kap 7 und 14 zusammennehmen.

    Offenbarung 7:3-5 Tut der Erde und dem Meer und den Bäumen keinen Schaden, bis wir versiegeln die Knechte unseres Gottes an ihren Stirnen. 4 Und ich hörte die Zahl derer, die versiegelt wurden: hundertvierundvierzigtausend, die versiegelt waren aus allen Stämmen Israels: 5 aus dem Stamm Juda zwölftausend versiegelt… aus dem Stamm Benjamin zwölftausend versiegelt.
    Offenbarung 14:1-5 14 Und ich sah, und siehe, das Lamm stand auf dem Berg Zion und mit ihm hundertvierundvierzigtausend, die hatten seinen Namen und den Namen seines Vaters geschrieben auf ihrer Stirn. 2 Und ich hörte eine Stimme vom Himmel wie die Stimme großer Wasser und wie die Stimme eines lauten Donners, und die Stimme, die ich hörte, war wie von Harfenspielern, die auf ihren Harfen spielen. 3 Und sie sangen ein neues Lied vor dem Thron und vor den vier Wesen und den Ältesten; und niemand konnte das Lied lernen außer den hundertvierundvierzigtausend, die erkauft sind von der Erde. 4 Diese sind’s, die sich mit Frauen nicht befleckt haben, denn sie sind jungfräulich; die folgen dem Lamm nach, wohin es geht. Diese sind erkauft aus den Menschen als Erstlinge für Gott und das Lamm, 5 und in ihrem Mund wurde kein Falsch gefunden; sie sind untadelig.

    1) Die 144000 sind aus den Menschen im Allgemeinen und gleichzeitig aus den Stämmen Israels, weil sie in den israelitischen Ölbaum eingepfropft sind. Es handelt sich also nur zum Teil um buchstäbliche Nachkommen Abrahams. Außerdem fehlt im Vergleich zum buchstäblichen Israel ein Stamm und ein Stamm ist ausgetauscht.

    2) Die 144000 haben Harfen in den Händen.
    Die 24 Ältesten haben Harfen in den Händen. Diese sind Könige im Himmel.

    3) Die 144000 sind mit Jesus auf dem Berg Zion, also dort wo das himmlische Jerusalem ist.
    Das himmlische Jerusalem ist die Braut Christi.
    Das himmlische Jerusalem hat eine Mauer die 144 Ellen hoch ist und hat eine Höhe, Länge und Breite von 12.000 Stadien. Das wäre eine Art Würfel mit 12 Kanten zu je 12000 Stadien. Auf den Toren der Stadt stehen die Namen der 12 Stämme Israels.
    Diese auffälligen Parallelen zeigen, dass die 144000 die Braut Christi sind, die als Königin regieren wird.

    4) Die 144000 haben als Siegel die Namen Jesus und Jehova auf ihrer Stirn.
    Dies wurde den Siegern aus Sardes versprochen (Off 3:12). Die sieben Versammlungen gehören zu dem „was ist“ und nicht zu dem „was geschehen soll danach“.
    Den Siegern aus Laodicea schreibt Jesus, dass sie mit ihm auf dem Thron sitzen werden.
    Den Siegern aus Ephesus schreibt er, dass sie im Paradies sein werden.
    Den Siegern aus Sardes schreibt es, dass sie mit weißen Kleidern angezogen werden. Die auferweckten Märtyrer und die Braut werden wie schon erwähnt neu eingekleidet. Aber die große Volksmenge behält ihre Kleider.

    Die sieben Versammlungen, die damals waren, hatten alle eine himmlische Bestimmung. „Was ist“ waren die, welche die neuen Himmel bilden werden, was „danach geschehen soll“ ist das Hervorbringen einer irdischen Gruppe, welche das Ende überlebt und eine neue Erde bildet (2.Pe 3:13).

    5) Nur die 144000 können das neue Lied lernen, weil nur sie von der Erde für den Himmel erkauft wurden. Nachdem die 144000 schon mit Jesus auf dem Berg Zion stehen, erntet Jesus noch eine weitere Gruppe ein, die der großen Volksmenge aus Off 7 entspricht (Off 14:14-16). Der Rest wird in der Kelter zerstampft. Deshalb gibt es zwar neue Himmel und eine neue Erde, aber das unruhige Menschenmeer, aus dem das wilde Tier aufgestiegen ist, gibt es nicht mehr (Off 21:1).

    Es gibt zwar nicht einen Text, der allein zeigt, dass die 144000 mit Christus im Himmel regieren, aber die Parallelen zeigen, dass die 144000 die Braut Christi sind, die mit ihm regieren werden. Sie sind zunächst im Himmel, aber dann kommt das neue Jerusalem herab. Von daher dürften sie sich während der 1000 Jahre auch auf der Erde materialisieren.

  • piti
    Dezember 3, 2019

    Ich glaub das beisst sich ein wenig.
    Levi steht doch allein für die Priesterschaft im AT. Offb 7, 7 sagt aber Levi steht mittendrinnen.
    Wie jetzt? So oder so?

  • Manfred
    Dezember 3, 2019

    Lieber Salomo1,

    ich hatte mal einem gewissen „Glückskind“ die folgende Frage gestellt:

    Dann möchte ich Dich jetzt bitten, dass Du mir mal einen Bibeltext nennst, wo gesagt wird, dass die 144.000 diejenigen sind, die im Tempel mit Christus dienen werden und somit als Priester und Könige amten. Vielleicht kommen wir so dem Geheimnis um diese Gruppe auf die Spur.

    Er war der gleichen Meinung wie die Organisation, dass es zwei verschiedene Hoffnungen gibt, eine im Himmel und eine auf der Erde, obwohl doch die Bibel von EINER Hoffnung spricht. Das ist genauso wie die Lehre von der „überlappenden Generation“. Wenn eine Generation mit einer anderen Generation überlappt, dann handelt es sich dabei um ZWEI Generationen. Die Bibel spricht jedoch nur davon, dass diese (Einzahl) Generation nicht vergehen wird bis alles geschehen ist. Immer wenn man der Bibel Gewalt antut um seine eigenen Lehren, die ganz offensichtlich falsch sind zu stützen, passt eben nichts mehr zusammen. Unser lieber Brd. Alois hat immer gesagt:

    “Die Bibel ist ein dreidimensionales Puzzle und man muss die einzelnen Stücke so zusammenfügen, dass es in alle Richtungen passt.“

    Dem kann ich nur vollständig zustimmen.

    Also wenn es so ist, wie es die Organisation lehrt und auch Du der gleichen Meinung bist, dann muss es irgendwo in der Bibel einen Text geben, dass die 144.000 mit Christus im Himmel, im Tempel regieren. Ich bin sehr an diesem Text interessiert, das „Glückskind“ ist mir bis heute diese Antwort schuldig geblieben. Die Frage stammt übrigens aus dem Jahr 2013. Jetzt sind 6 Jahre vergangen ohne, dass mir das Glückskind diesen Text genannt hat.

    Wenn Du dich an der Antwort versuchen möchtest, dann gerne. Ich kann Dir aber sagen, dass es diesen Text nicht gibt und zwar aus dem Grund, weil es keine ZWEI Hoffnungen gibt. Deshalb rate ich Dir die Zeit lieber sinnvoller zu nutzen, als einen Text zu suchen der so nicht in der Bibel drin steht. Solltest Du so einen Text in der neuen rev. NWÜ finden, so prüfe diesen Text zuerst an anderen Bibelübersetzungen, ob das dort auch so steht.

    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende.

    Liebe Grüße Manfred

  • Salomo1
    Dezember 3, 2019

    Hallo Manfred,
    unter „die-144000-und-die-grose-volksmenge“ schreibt jemand etwas, was ich ganz vernünftig finde:

    Aber du meintest wohl „sind-die-144-000-mit-der-grosen-volksmenge-identisch“

    Da schreibst du: „Aber in Off. 7:14 wird gesagt, dass die große Volksmenge auch in weiße lange Gewänder gehüllt sind. Doch sie dürfen laut der Organisation nicht zu der himmlischen Priesterklasse gehören, obwohl sie doch auch das weiße lange Gewand haben. Seltsam, oder?“

    Da hast du übersehen, dass die Braut neue Kleider von Gott bekommt, aber die große Volksmenge behält ihre alten Kleider, die aber völlig rein gewaschen werden (Off 6:11; 19:7-9). Sie behalten also ihren menschlichen Körper.

    Die große Volksmenge ist nicht die Braut, sondern sie sind die Gäste bei Hochzeitsfest. Wenn die Braut vom Himmel herabgekommen ist, werden diejenigen, die ihre Kleider im Blut des Bundes gewaschen haben, also die große Volksmenge, in das neue Jerusalem hineingehen, um am Hochzeitsfest teilzunehmen (Off 22:14). Sie gehen zu den Bäumen des Lebens, die Palmen sind, und pflücken die Blätter ab (Hes 41:17-20; Off 22:2). Deshalb haben sie auch Palmzweige in den Händen.

    Weiter schreibst du: „Deshalb werden wohl auch im zukünftigen Reiche nicht alle die gleichen Aufgaben haben. So wie es schon in Eph. 4:11 beschrieben wurde“

    Und deshalb wird es 144000 Diener geben, welche die große Volksmenge bedienen werden (Luk 12:37; Mat 23:11).

    Und wie du richtig schreibst, ist auch die große Volksmenge mit heiligem Geist versiegelt (Hes 9:4). Aber sie hat eine andere Aufgabe im Königreich als die 144000. Sie herrschen über die Tier- und Pflanzenwelt, wie Gott es ursprünglich vorgesehen hat.

    Im Moment ist mir am wichtigsten, dass die große Volksmenge als Teil des neuen Bundes erkannt wird, als die 12 Stämme des geistigen Israels, welche das Land erben. Ohne sie wäre der Same Abrahams nicht unzählbar. Ich hatte gehofft, dass sich hier Leser befinden, die noch mit den Zeugen Jehovas reden dürfen und die Frage stellen, warum der geistige Same Abrahams genau abgezählt ist und nicht unzählbar wie vorausgesagt.
    Dann haben sie die Chance zu erkennen, dass hier wohl noch „neues Licht“ zu erwarten ist. Wenn sich genügend die Frage stellen, dann muss die leitende Körperschaft sich was einfallen lassen, was hoffentlich zum richtigen Ergebnis führt.

  • Salomo1
    Dezember 3, 2019

    Hallo Manfred,
    hier schreibt jemand etwas, was ich ganz vernünftig finde:
    http://www.bruderinfo.de/fixnews/die-144000-und-die-grose-volksmenge/

    Aber du meintest wohl das hier:
    http://www.bruderinfo.de/propheten/sind-die-144-000-mit-der-grosen-volksmenge-identisch/

    Da schreibst du: „Aber in Off. 7:14 wird gesagt, dass die große Volksmenge auch in weiße lange Gewänder gehüllt sind. Doch sie dürfen laut der Organisation nicht zu der himmlischen Priesterklasse gehören, obwohl sie doch auch das weiße lange Gewand haben. Seltsam, oder?“

    Da hast du übersehen, dass die Braut neue Kleider von Gott bekommt, aber die große Volksmenge behält ihre alten Kleider, die aber völlig rein gewaschen werden (Off 6:11; 19:7-9). Sie behalten also ihren menschlichen Körper.

    Die große Volksmenge ist nicht die Braut, sondern sie sind die Gäste bei Hochzeitsfest. Wenn die Braut vom Himmel herabgekommen ist, werden diejenigen, die ihre Kleider im Blut des Bundes gewaschen haben, also die große Volksmenge, in das neue Jerusalem hineingehen, um am Hochzeitsfest teilzunehmen (Off 22:14). Sie gehen zu den Bäumen des Lebens, die Palmen sind, und pflücken Blätter ab (Hes 41:17-20; Off 22:2). Deshalb haben sie auch Palmzweige in den Händen.

    Weiter schreibst du: „Deshalb werden wohl auch im zukünftigen Reiche nicht alle die gleichen Aufgaben haben. So wie es schon in Eph. 4:11 beschrieben wurde“

    Und deshalb wird es 144000 Diener geben, welche die große Volksmenge bedienen werden (Luk 12:37; Mat 23:11).

    Und wie du richtig schreibst, ist auch die große Volksmenge mit heiligem Geist versiegelt (Hes 9:4). Aber sie hat eine andere Aufgabe im Königreich als die 144000. Sie herrscht über die Tier- und Pflanzenwelt, wie Gott es ursprünglich vorgesehen hat.

    Im Moment ist mir am wichtigsten, dass die große Volksmenge als Teil des neuen Bundes erkannt wird, als die 12 Stämme des geistigen Israels, welche das Land erben. Ohne sie wäre der Same Abrahams nicht unzählbar. Ich hatte gehofft, dass sich hier Leser befinden, die noch mit den Zeugen Jehovas reden dürfen und die Frage stellen, warum der geistige Same Abrahams genau abgezählt ist und nicht unzählbar ist wie vorausgesagt.
    Dann haben sie die Chance zu erkennen, dass hier wohl noch „neues Licht“ zu erwarten ist. Wenn sich genügend die Frage stellen, dann muss die leitende Körperschaft sich was einfallen lassen, was hoffentlich zum richtigen Ergebnis führt.

  • Manfred
    Dezember 3, 2019

    Lieber Salomo1,

    die Bibel spricht eindeutig davon, dass es nur einen Glauben, eine Taufe, eine Hoffnung gibt. Siehe Eph.4:

    „Ich ermahne euch nun, ich, der Gefangene im Herrn, daß ihr würdig wandelt der Berufung, mit welcher ihr berufen worden seid, mit aller Demut und Sanftmut, mit Langmut, einander ertragend in Liebe, euch befleißigend, die Einheit des Geistes zu bewahren in dem Bande des Friedens. Da ist ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen worden seid in einer Hoffnung eurer Berufung. Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, ein Gott und Vater aller, der da ist über allen und durch alle und in uns allen.“
    ‭‭Epheser‬ ‭4:1-6‬ ‭ELB71‬‬

    Wir wissen, dass die Braut Christi zum Beispiel auch die Apostel sind. Sie sind ja die 12 Säulen im Tempel Gottes.
    Diese Apostel waren hier auf der Erde als sie lebten und noch liegen sie tot in ihren Gräbern. Wenn Sie auferstanden sind, dann werden sie Jesus in den Wolken entgegen gehen, wenn er auf die Erde herabkommt. Das heißt sie werden nach der Auferstehung in den Himmel entrückt. Und nachdem sie in den Himmel entrückt wurden geschieht folgendes:

    „Wer überwindet, den werde ich zu einer Säule machen in dem Tempel meines Gottes, und er wird nie mehr hinausgehen; und ich werde auf ihn schreiben den Namen meines Gottes und den Namen der Stadt meines Gottes, des neuen Jerusalem, das aus dem Himmel herniederkommt von meinem Gott, und meinen neuen Namen.“
    ‭‭Offenbarung‬ ‭3:12‬ ‭ELB71‬‬

    Wenn die Braut sich im Tempel befindet und sich der Tempel im neuen Jerusalem befindet, dann steht in dem Text, dass das neue Jerusalem vom Himmel herniederkommt. Da diejenigen nicht mehr aus dem Tempel herausgehen, müssen sie somit auch auf der Erde sein. Das wird sogar explizit über das Weib Christi gesagt:

    „Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, aus dem Himmel herniederkommen von Gott, bereitet wie eine für ihren Mann geschmückte Braut.

    Und es kam einer von den sieben Engeln, welche die sieben Schalen hatten, voll der sieben letzten Plagen, und redete mit mir und sprach: Komm her, ich will dir die Braut, das Weib des Lammes zeigen. Und er führte mich im Geiste hinweg auf einen großen und hohen Berg und zeigte mir die heilige Stadt, Jerusalem, herniederkommend aus dem Himmel von Gott;“
    ‭‭Offenbarung‬ ‭21:2, 9-10‬ ‭ELB71‬‬

    Die Braut Christi wird vom Himmel auf die Erde herabkommen. Somit sind nach der Entrückung alle Menschen wieder auf der Erde, inkl. der Apostel, die die 12 Säulen im Tempel bilden.

    Wo stehen die 144.000?

    „Und ich sah: und siehe, das Lamm stand auf dem Berge Zion und mit ihm 144000, welche seinen Namen und den Namen seines Vaters an ihren Stirnen geschrieben trugen.“
    ‭‭Offenbarung‬ ‭14:1‬ ‭ELB71‬‬

    Auf dem Berg Zion, dieser befindet sich in Jerusalem auf der Erde.

    Es gibt übrigens keinen einzigen Bibeltext, der darauf verweist, dass die 144.000 im Himmel sind. Aber es gibt einen Text, der besagt, dass die große Volksmenge im Tempel ist:

    „Und ich sprach zu ihm: Mein Herr, du weißt es. Und er sprach zu mir: Dies sind die, welche aus der großen Drangsal kommen, und sie haben ihre Gewänder gewaschen und haben sie weiß gemacht in dem Blute des Lammes. Darum sind sie vor dem Throne Gottes und dienen ihm Tag und Nacht in seinem Tempel; und der auf dem Throne sitzt, wird sein Zelt über ihnen errichten.“
    ‭‭Offenbarung‬ ‭7:14-15‬ ‭ELB71‬‬
    Die große Volksmenge dient Gott VOR seinem Thron. Da steht nichts von irdischem Vorhof. Das hat man rein interpretiert.

    Weitere Informationen findest Du hier auf Bruderinfo, wenn Du folgende Stichworte in die Suche eingibst:

    SIND DIE 144.000 MIT DER GROSSEN VOLKSMENGE IDENTISCH?

    und

    DIE ENTRÜCKUNG, BUCHSTÄBLICH ODER SINNBILDLICH? – SACHARJA KAPITEL 14

    Liebe Grüße Manfred

  • Salomo1
    Dezember 3, 2019

    Hallo Tommy,

    die Lehre von zwei unterschiedlichen Bestimmungen ergibt sich aus Offenbarung 7, wo zunächst 144000, wie bei einer Volkzählung, genau abgezählt werden und danach eine große unzählbare Volksmenge zu sehen ist. Das Gleiche wird in Offenbarung 14 nochmals geschildert, wo zunächst 144000 schon auf dem himmlischen Berg Zion stehen und danach erntet Jesus aber noch Menschen von der Erde ein, die deshalb zu einer anderen Gruppe gehören, die der großen Volksmenge aus Kapitel 7 entspricht. Anschließend wird eine zweite Ernte in der Kelter des Grimmes Gottes zerstampft. Die erste Gruppe verdankt deshalb ihre Rettung aus der Großen Drangsal Gott und dem Lamm (Off 7:9-10, 14). Offenbarung 14 liegt übrigens noch komplett in der Zukunft.

    Die Beschreibung der großen Volksmenge, der die Tränen abgewischt werden, ähnelt auch den Menschen auf der Erde, zu denen in Offenbarung 21 das Zelt Gottes herabkommt (vergleiche Off 7:9-17 mit Off 21:1-4). Die große Volksmenge aus sogenannten „anderen Schafen“ bleibt deshalb tatsächlich auf der Erde.

    Aber im Gegensatz zu der Lehre der Zeugen Jehovas ist Jesus auch der Mittler zwischen den „anderen Schafen“ und Gott und sind damit auch im neuen Bund, dessen prophetisches Vorbild der alte mosaische Gesetzes-Bund ist (Heb 8:4-5; 10:1).

    Auch im alten Bund gab es unterschiedliche Bestimmungen. Die Leviten waren, als Ersatz für die Erstgeborenen, für den Tempeldienst abgesondert und die anderen 12 Stämme erbten das Land (4.Mo 3:12-13; 18:20; 5.Mo 10:9). Genauso ist es im neuen Bund, nur dass dort die “Erstgeborenen“ nicht ausgetauscht werden. Die 144000 Erstlinge aus allen geistigen Stämmen Israels dienen im himmlischen Tempel und der große Rest erbt das irdische Paradies (Röm 2:28,29). Dadurch wird der ursprüngliche Vorsatz Gottes mit den ersten beiden Menschen verwirklicht, die Erde zu füllen und das Paradies auf die ganze Erde auszudehnen.

    Die himmlische Regierung war ja ursprünglich gar nicht vorgesehen und ist nur eine Zwischenlösung, um den ursprünglichen Vorsatz zu verwirklichen. Am Ende übergibt Jesus dann das Königreich seinem Vater Jehova, damit Gott allen alles sei (1.Kor 15:24,28).

    Auf jeden Fall trifft Joh 1:12 auch auf die sogenannten „anderen Schafen“ zu. Auch sie sind echte Kinder Gottes, so wie des Adam und Eva es anfangs auch waren.

    Und ich finde es ist eine Schande, dass dies immer noch nicht anerkannt wird, obwohl der Same Abrahams ohne die große Volksmenge nicht wie vorausgesagt unzählbar ist.

  • Tommy
    Dezember 3, 2019

    Guten Tag Salomo1,
    ich versuche hier mal vorsichtig diese Bibelstelle anzufuehren nebst meinem Statement abzugeben:
    Johannes 1:12 : so viele ihn aber aufnahmen, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben

    Keine zweite Hoffnung!
    Tommy

  • Salomo1
    Dezember 3, 2019

    Du fragst: „Warum versucht man ein Freundschaftsangebot in Bibeltexte hineinzuinterpretieren, aus denen deutlich hervorgeht, dass uns etwas viel Besseres erwartet als nur Gottes Freundschaft. Er ist unser Vater, wir sind seine Kinder, vorausgesetzt wir nehmen Jesus Christus an.“

    Das liegt daran, dass nur die Menschen, die durch das Blut des Mittlers Jesus Chistus in den neuen Bund mit Gott aufgenommen werden, Gottes Kinder werden.
    Man erkennt aber nicht, dass jemand, der sein Gewand im Blut des Bundes gewaschen hat, im neuen Bund stehen muss und damit auch ein Kind Gottes sein muss (Off 7:14).

    Ich versuche von innen heraus die Veränderung zu fördern, indem ich frage, wieso der geistige Same Abrahams nicht wie im Vorbild unzählbar ist (Heb 11:12; 1.Mo 22:17; 1.Kö 4:20). Diese Diskrepanz sollte jedem auffallen.

    Vielleicht besuchen ja einige Leser noch die Zusammenkünfte. Ich fände es nämlich hilfreich, wenn noch andere auf diese offensichtliche und nicht abstreitbare Diskrepanz hinweisen würde, zu der es auch keine Erklärung im WT gibt, die sie zitieren könnten.

    Wenn die Diskrepanz einer kritischen Masse bewusst wird und eine gewisse Unruhe entsteht, dann wird die leitende Körperschaft eine Erklärung abgeben müssen, die aber nicht in den Rahmen der bisherigen Lehre passen kann, sondern ein Änderung erforderlich macht.

    Eigentlich steht alles schon im Wachtturm, aber man zieht nicht die richtige Schlussfolgerung daraus:

    *** w08 15. 1. S. 25 Abs. 3 Für würdig erachtet, zu Wasserquellen des Lebens geleitet zu werden ***
    „Im Hinblick darauf „haben [sie] ihre langen Gewänder gewaschen und sie im Blut des Lammes weiß gemacht“ (Offb. 7:14, 17). Sie glauben an Jesu Opfer. Deshalb sind die „Gewänder“, die sie tragen, in den Augen Gottes „weiß“. Sie sind wie Abraham als Freunde Gottes gerechtgesprochen worden.“

    Sie haben einen Glauben wie Abraham und sind deshalb geistige Kinder Abrahams (Röm 4:16-17; Gal 3:29). Nur durch die große Volksmenge wird der geistige Same Abrahams, genauso wie beim buchstäblichen Vorbild, unzählbar (Heb 11:12; 1.Mo 22:17; 1.Kö 4:20; Off 7:9).

    *** w02 1. 5. S. 30 Fragen von Lesern ***
    „Es ist eine logische Schlussfolgerung, dass die große Volksmenge Jehova in einem der irdischen Vorhöfe seines großen geistigen Tempels anbetet, genauer gesagt in jenem Vorhof, der dem äußeren Vorhof im salomonischen Tempel entspricht.“

    In diesem Vorhof durften nur die Israeliten stehen, die im alten Bund waren, deshalb gehört die große Volksmenge zu den geistigen Israeliten im neuen Bund.

    *** w10 15. 3. S. 25 Abs. 8 Eine Herde, ein Hirte ***
    „8 In welchem Verhältnis die 144 000 und die übrige Menschheit zueinander stehen, wurde prophetisch durch die Ereignisse am jährlichen Sühnetag dargestellt (3. Mo. 16:6-10). Damals musste der Hohe Priester zuerst einen Stier als Sündopfer „zugunsten seiner selbst und seines Hauses“ darbringen. Daher wird das Opfer Jesu zuerst auf seine Familie von Unterpriestern angewandt, die mit ihm im Himmel dienen werden. Für die Sünden der anderen Israeliten standen beim Sühnetag zwei Ziegenböcke bereit. In diesem Zusammenhang stellt der priesterliche Stamm die 144 000 dar, und das übrige Volk Israel diejenigen, die die Aussicht haben, ewig auf der Erde zu leben. Das zeigt, dass der Ausdruck „die zwölf Stämme Israels“ in Matthäus 19:28 nicht für Jesu geistgesalbte Unterpriester steht, sondern für alle anderen, die an Jesu Opfer glauben.“

    Das bedeutet, dass die große Volksmenge den Hauptteil der 12 Stämme des geistigen Israels bildet. Die 144000 sind nur die Erstlinge, die als Erstgeborene für Jehova abgesondert sind und kein Land erben werden. Im neuen Bund gibt es wie im alten Bund zwei Gruppen mit unterschiedlicher Bestimmung. Dieser Heilsplan wurde aber erst durch die Offenbarung enthüllt. Deshalb gibt es im Rest des neuen Testaments keinen eindeutigen Hinweis darauf. Die Apostel haben vorher noch nichts davon gewusst und auch Johannes dürfte die Bedeutung nicht verstanden haben.

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